Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Eisbrecher, Unzucht im Konzert (Leipzig, März 2016)

Umjubelter Tour-Auftakt

Unter dem Motto „Volle Kraft voraus“ machen sich die Herren von Eisbrecher momentan ans Werk und damit auch auf Tour. Den Startschuss hierfür setzt ihr Konzert in Leipzig, bei dem zahlreiche Zuschauer für ein volles Haus Auensee sorgen, und diese erhalten gleich am Eingang ihren Willkommensgruß in Form einer Single-CD, mit der sich Eisbrecher bei ihren Fans bedanken wollen.

Eine weniger schöne Überraschung erleben allerdings alle Besucher, die sich nach der der Startzeit auf der Internetseite des Veranstaltungsortes richten. Denn selbst wer überpünktlich anwesend ist, kann von der ersten Band One I Cinema nur noch die letzten Titel vernehmen, was bei dem angebotenen Material recht betrüblich ist.

Unzucht

Pünktlich zwanzig Uhr gibt sich der zweite Support die Ehre und mit Unzucht steht eine Formation auf der Bühne, die durchaus nicht unbekannt ist. Dies macht sich sogleich mit den ersten Sekunden bemerkbar, scheinbar haben reichlich Zuschauer die letzte Club-Tour der Band verfolgt, so herrscht von Beginn an beste Stimmung im Saal. Aber scheinbar reicht ein geneigtes Mitsingen und Klatschen den Hannoveranern noch nicht wirklich aus, so heizt Frontmann Daniel Schulz der Gemeinde gewohnt posenreich ein und bringt den Saal ordentlich zum Kochen. Und wenn man hier von ordentlich redet, darf man getrost anmerken, dass dies schon eines Hauptacts würdig wäre.

„Deine Zeit läuft ab“ ist nicht nur ein Titel, sondern dies scheinen Unzucht anfangs auch recht sprichwörtlich zu nehmen, zumindest nutzt man die knapp bemessenen Minuten konsequent zum Musizieren und verzichtet weitestgehend auf die Kommunikation mit dem Publikum. Ein Spruch darf allerdings wohl bei keinem ihrer Konzerte fehlen: „Macht mal Krach!“. Wenn dem auch noch weit über tausend Menschen folgen, kann man dies tatsächlich nur als geil bezeichnen und noch besser ist, dass die Hände auch im Anschluss nicht nach unten gehen und bei sämtlichen Songs kräftig mitgeklatscht wird. So bedarf es vor „Nur die Ewigkeit“ eigentlich auch keiner Bitte, nun noch mal die Hände hochzureißen, gestellt wird sie trotzdem und noch lieber erfüllt. Und als auch noch Fronter Daniel sich auf den Weg ins Publikum macht, gibt es endgültig kein Halten mehr.

Damit geht man allerdings schon auf die Zielgerade, um sich mit „Engel der Vernichtung“ endgültig aus Leipzig zu verabschieden. Im Saal gibt man beim letzten Titel nochmals alles und stellenweise ist der Chor besser zu hören als die Töne von der Bühne. Es wird mitgesungen, geklatscht, getanzt oder einfach mitgewippt und mit all diesen Mitteln dem Auftritt einen perfekten Schlusspunkt verpasst.


Setlist:

Unendlich
Seelenblind
Deine Zeit läuft ab
Kettenhund
Unzucht
Nur die Ewigkeit
Engel der Vernichtung

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“