Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Eisbrecher & Unzucht im Konzert (Dresden, Oktober 2017)

„Sturmfahrt“ in trockene Tücher gebracht

Eisbrecher

Zeit für den Hauptact des heutigen Abends und Eisbrecher machen es spannend. Die Bühne wird verhangen, um pünktlich zu den ersten Klängen von „Sturmfahrt“ die Sicht auf das gelungene Bühnenbild freizugeben. Damit bricht das NDH-Bollwerk los und mit ihm die schnellt die Begeisterung der Zuschauer in rekordverdächtige Dimensionen.

Bevor es „Willkommen im Nichts“ heißt, werden erstmal die Zuschauer willkommen geheißen. Frontmann Alexander Wesselsky zeigt sich als gut gelaunter und unterhaltsamer Gastgeber, der sofort Bekanntschaften mit einzelnen Besuchern schließt. Zwischenrufe werden schlagfertig beantwortet, er philosophiert über Typen, die sich wie Sheriffs aufführen und folgerichtig gibt es „Das Gesetz“. Die Bitte, jetzt mal alle Handys herauszuholen, wird geäußert, alle dürfen jetzt kräftig durchdrücken und damit sollen die Teilchen für den Rest des Abends nach Möglichkeit in der Tasche verschwinden oder ganz ausgeschalten werden. Für einige Minuten funktioniert dies, zumal mit „Automat“ ein echter Stampfer in den Saal geschoben wird.

Amüsiert zeigt sich der Frontmann über die sächsische Aussprache von Sangria, verbessert zugleich, um auch hier wieder die perfekte Überleitung zum nächsten Titel „Fehler machen Leute“ zu bringen. Eine kleine Pause wird eingeschoben, bevor die Musiker im Dandy Look zurückkehren und das Grauzone-Cover „Eisbär“ zum Besten geben. Wirklich eindrucksvoll gestaltet sich hiernach „Amok“, welches von vier Trommeln getragen wird und mit der passenden Lichtshow untermalt wird. An dieser Stelle sei ein großes Lob für Sound-und Licht eingeflochten, beides wird exzellent umgesetzt, und gerade die spektakuläre Lichtshow kann den Titeln immer wieder ein i-Tüpfelchen aufsetzen.

Mit einem Song, der laut Wesselskys Angabe so alt ist, dass damals noch Zigaretten gesund waren und der Sex noch Spaß machte, geht es weiter. „Die Engel“ gibt es zwar erst seit sieben Jahren, was aber immerhin reicht, um sich ein Dasein als Gassenhauer zu sichern. „Himmel, Arsch und Zwirn“ geht in die gleiche Kategorie und wird von Beginn ab abgefeiert.

Ein neues Outfit wird angelegt und die Winterjacken entfesseln sofort einen Jubel, das brachial-melodische „Eiszeit“ kommt mit reichlich Kunstschnee auf die Bühne. Mit „Was ist hier los?“ kredenzt man wieder einen Titel vom aktuellen Album, der ordentlich zur Sache geht und markant in den Saal wummert. „This Is Deutsch“ schließt das Set ab, Eisbrecher verschwinden in einer Nebelwand und als diese sich lichtet, bekommt man nicht viel mehr als eine leere Bühne zu sehen.

Nach ausgiebigen Zugabe-Rufen wird sie wieder gefüllt und „Verrückt“ ist der perfekte Titel, um die Ekstase der Zuschauer zu beschreiben, die sich zu „Miststück“ sogar noch steigern kann. Ein weiteres Mal verschwindet die Band, um dann zum allerletzten Schlag auszuholen. „In einem Boot“ wird nicht nur brillant ins Licht gesetzt, sondern lebt in erster Linie von der Einarbeitung der Titelmelodie von „Das Boot“ und trotz der teils beklemmenden Stimmung heißt es für die Fans, nochmals voller Inbrunst mitzusingen und anschließend einen stürmischen Applaus gen den Fünfer zu schicken. Grandiose Show, die vollauf begeistern konnte.    

Setlist:

Sturmfahrt
Willkommen im Nichts
Das Gesetz
Automat
Fehler machen Leute
Eisbär (Grauzone Cover)
Amok
So oder so
Die Engel
Prototyp
Himmel, Arsch und Zwirn
Wo geht der Teufel hin
Eiszeit
1000 Narben
Was ist hier los?
This Is Deutsch

Verrückt
Miststück

In einem Boot

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“