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Eisbrecher & Unzucht im Konzert (Dresden, Oktober 2017)

„Sturmfahrt“ in trockene Tücher gebracht

Mit ihrem neuen Album „Sturmfahrt“ landeten Eisbrecher im August eine Punktlandung, nun ist es an der Zeit, das neue Werk im stürmischen Herbst live zu verteidigen. Angedockt hat der NDH-Fünfer heute im Alten Schlachthof zu Dresden und der vermeldet ein fettes „ausverkauft“. Unter dem Motto „Never change a winning team“ scheint die Auswahl des Supports gelaufen zu sein. Immerhin begleiteten

Unzucht

Eisbrecher auch schon auf ihrer vorherigen Tour. Die Auswahl der Gäste scheint allerdings auf das trefflichste zu funktionieren, schon beim Intro sind die ersten Reihen komplett angefixt, zumal man spürt, dass die Band den meisten hier bekannt ist und dementsprechend der erste Song „Der dunkle See“ abgefeiert wird. Unzucht schieben mit „Widerstand“ gleich den nächsten Titel nach, bevor Frontmann Daniel Schulz seiner Freude Worte verleiht, endlich mal wieder hier zu sein.

Tatsächlich scheint man hier einen Stein im Brett zu haben, die Stimmung ist durchweg gut, was man vom Sound nicht komplett behaupten kann. Der angebotene Dark Rock klingt stellenweise etwas blechern und auch die Stimme von Daniel geht etwas unter. Das selbstbetitelte „Unzucht“ nimmt trotzdem gut Fahrt auf, nach „Deine Zeit läuft ab“ gibt es die für Unzucht schon standardmäßige Forderung „Macht mal Krach“, der nur zu gerne wahrgenommen wird.

Dafür, dass die Laune auch weiterhin erhalten bleibt, sorgt der nimmermüde Fronter. Kaum eine Sekunde, in der er in Ruhe verharrt, immer am Antreiben, geht es zu „Neuntöter“ direkt zum Publikum, um weitere Unterstützung einzufordern. Die bekommt er prompt, auch beim nachfolgenden „Nur die Ewigkeit“, wo vor allem die Hände der Zuschauer gefragt sind. Ein Meer aus Händen breitet sich aus, wobei man bei diesem Titel für alle Gegangenen nicht der Melancholie die Oberhand lässt, sondern das Stück ebenso treibend wie sein Vorgänger präsentiert.

Für die erbrachte Anteilnahme gibt es ein „Ihr seid die Geilsten!“ und damit geht es direkt in den Endspurt. Nach einem Dank an Eisbrecher für die Einladung und den Dresdnern für die gute Stimmung, schließen Unzucht mit „Engel der Vernichtung“ standesgemäß ab und erhalten einen tosenden Applaus. Eine Zugabe gibt es zwar nicht, aber immerhin kann man die Hannoveraner noch am Merch-Stand oder ab November auf ihrer Tour treffen.

Setlist:

Der dunkle See
Widerstand
Lava
Unzucht
Deine Zeit läuft ab
Neuntöter
Nur die Ewigkeit
Ein Wort fliegt wie ein Stein
Engel der Vernichtung

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