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Eisbrecher, Stahlmann im Konzert (September, 2010)

Eisbrecher zeigen, wie Naturgesetzte innerhalb kürzester Zeit außer Kraft gesetzt werden - es wird kalt und das FZW kocht
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Eisbrecher

Endlich ist es soweit. Es ist 21.15 Uhr in Dortmund und die Eiszeit beginnt. Es wird kalt im FZW, zumindest vorne auf der Bühne. Alexx, René, Jürgen, Dominik und Noel betreten in Eskimokleidung die Bühne. Alexx schwenkt die Symbole der Eisbrecher: zwei Hammer, die er über dem Kopf kreuzt. Das FZW ist nun komplett gefüllt, und der erste Song „Eiszeit“ wird Wort für Wort mitgesungen.

Es ist das Abschlusskonzert der „Eiszeit“-Tour und Alexx ist richtig gut drauf, er hat sichtlich Spaß daran, Kontakt mit dem Publikum aufzunehmen und dieses kann davon gar nicht genug bekommen. Der zweite Song aus dem Album „Eisbrecher“, „Angst“, wird nicht nur von den Fans frenetisch begrüßt, sondern auch durch Luftschlangen-Kanonen befeuert.

Nur innerhalb von zwei Songs schaffen es Eisbrecher, das komplette FZW in einen Hexenkessel zu verwandeln. Von Müdigkeit nach einer langen Tour ist hier überhaupt nichts zu spüren. „Bombe“ setzt dem Ganzen noch einen oben drauf, die Fans tanzen, Eisbrecher rocken und ein jeder fragt sich, was dieses Abschlusskonzert noch besser machen kann. Und es wird immer besser, mit „Willkommen Im Nichts“ wird es noch rockiger. Alexx lässt es sich nicht nehmen, sein Publikum zu fragen, ob sie Eisbrecher demnächst bei Big Brother sehen möchten. Das Publikum amüsiert sich köstlich und nicht erst bei „Böse Mädchen“ werden überflüssige Kleidungsstücke abgelegt - es wird heißer im FZW.

Um Durst zu stillen geht, wie eigentlich immer bei Eisbrecher-Konzerten, eine Flasche Whiskey durchs Publikum, mit der Bitte, doch etwas übrig zu lassen und bei „Schwarze Witwe“ kommt die Flasche tatsächlich zurück zu Alexx und dies mit Inhalt. Ob der Grund tatsächlich der ist, dass der „Flaschenhalter“ Autofahrer ist, darf angezweifelt werden. Humor ist ein ganz großer Faktor auch dieses Auftritts, sich selbst nicht zu ernst nehmen die Devise. Alexx greift zur Mitte des Konzerts zur Gitarre und stimmt erst „Tränen Lügen Nicht“ und dann „Verlieben, Verloren, Vergessen, Verzeihen“ an. Das Schlager-Meldley ruft lautes Lachen hervor.

Das gesamte Set ist gut ausgewählt aus neuen und alten Songs, das Publikum, welches derart gut drauf ist und feiert, wird ständig wieder von Alexx animiert und ein Highlight folgt dem nächsten. 1300 Fans sind gekommen (die ersten 30 Fans warteten schon um 17.45 Uhr vor dem FZW) und sind nach 60 Minuten mehr denn je bereit für eine Eiszeit, denn es ist einfach nur irre heiß in der Halle. Viel zu schnell neigt sich das Konzert dem Ende zu, Alexx wird von Dodo in die Tracht geholfen und er marschiert bei „This Is Deutsch“ über die Bühne und der Schalk im Nacken ist deutlich auch bei seiner Rapeinlage fühlbar. Dass Eisbrecher wissen, wo sie gerade spielen (gestern noch in Leipzig, heute schon in Dortmund) zeigen sie mit einer nordrheinwestfälischen Flagge, der Witz geht schneller über die Bühne dank der Scheinwerfer, die direkt einsehbar machen, dass hinter dieser die bayrische Flagge genäht ist.

Es ist das letzte Konzert bevor es für Eisbrecher kurz Zeit gibt Luft zu holen, um dann mit Alice Cooper und Tarja auf Tour zu gehen und genau zu diesem Konzert lädt Alexx nun auch ein: „Kommt im Dezember in die Westfalenhalle!“ und Jürgen wird wiederholt das Hemd aufgeknüpft… „Dass er es auch immer wieder zuknöpfen muss…“ Alexx schüttelt den Kopf, der Saal sich vor lachen. Nachdem Alexx die letzten Zeilen von „Kinder Der Nacht“ gesungen hat, verschwindet er von der Bühne, so dass nun Dominik, Jürgen, René und Noel im Blickpunkt stehen.

So einfach ist ein Eisbrecher-Konzert aber nicht zu beenden, und tatsächlich lassen sich die Fünf nicht lange bitten und vier Trommeln werden auf die Bühne gebracht: Zeit für „Amok“. Kleine Seitenhiebe gibt es sowohl vor dem Song: „Jetzt tendieren wir Richtung Metal“ und auch nach dem Song: „Tolle Show, oder? Ich meine für unsere Fähigkeiten und die Fässer haben wir selber gekauft“ ist Alexx zu vernehmen. Und selbstverständlich fehlt auch der Song „Miststück“ nicht im Set und Alexx verteilt Rosen an die Fans, die im Gegenzug „Miststück“ ins Mikro singen oder eher schreien dürfen. Es ist eine tolle Eiszeit und noch nie hat jemand während einer Eiszeit soviel Schweiß verloren. Nach den letzten Takten von „Mein Blut“ kommt die komplette Tour-Crew auf die Bühne, inklusive der Band Stahlmann; sie verneigen sich vor dem Dortmunder Publikum und es gibt fliegende Plüscheisbären.

Setlist:

Eiszeit
Angst
Bombe
Willkommen Im Nichts
Leider
Komm Süßer Tod
Böse Mädchen
Vergissmeinnicht
Schwarze Mädchen
Tränen Lügen Nicht/Verlieben, Verloren-Medley
Engel
Heilig
This Is Deutsch
Kinder Der Nacht
Amok
Ohne Dich
Miststück
Mein Blut

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