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Eisbrecher, Lord Of The Lost im Konzert (Nürnberg, Februar 2012)

Mit Gerte, Charme und Trachtenhut

Lord Of The Lost können neue Fans für sich gewinnen

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Viele Fans der Neuen Deutschen Härte pilgern heute nach Nürnberg, denn Eisbrecher haben in den Löwensaal geladen. Eigentlich sollte anfänglich der Hirsch der Austragungsort des Konzerts sein, doch wegen der großen Nachfrage musste man auf die Location am Tierpark ausweichen. Da hieß es allerdings binnen kürzester Zeit – ausverkauft!  Und das zeigt sich auch bei Betreten der Halle. Es scheint kaum noch ein freies Plätzchen zu geben mit guter Sicht auf die Bühne. Wenn man sich in die vorderen Reihen vorgekämpft hat, sieht es auch nicht so aus, als sei es keine clevere Idee, den errungenen Standort für Getränkenachschub oder Raucherpausen zu verlassen, denn weiter hinten lechzen noch mehr Besucher für ein paar Zentimeter mehr Sichtraum. Auch die Empore des Löwensaals zeigt sich brechend voll und es wird sich ordentlich zusammengekuschelt, damit ein paar Augenpaare mehr ein wenig von dem bevorstehenden Spektakel mitbekommen. Doch nichtsdestotrotz ist die Stimmung sehr ausgelassen und man freut sich, dass man nicht zu den zahlreichen Unglücklichen zählt, die keine Karte mehr erhaschen konnten. 

Lord Of The Lost

Als Support haben Eisbrecher die Hamburger von Lord of the Lost mit ins Boot geholt. Die Combo wurde zwar erst 2007 ins Leben gerufen, konnte aber bereits bei namhaften Festivals wie dem Wave Gothic Treffen oder dem Wacken Open Air auf der Bühne glänzen. Obwohl schon einige Konzertreferenzen erspielt wurden, ist der Name der Band den meisten Anwesenden komplett unbekannt. Also heißt es ranklotzen, damit sich das schnell ändert, und das machen sie. Mit „Black Lolita“ starten die Dark Metaller in ihr Set und nach einer kurzen Begrüßung wird vorne schon mächtig reingehauen. 

Es scheint dem Quintett nicht schwer zu fallen, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen. Das Publikum geht nach ein paar Zögerungstakten gut mit. Chris Harms hat die Fäden und sein Mikro gut im Griff und macht seinen Job als vorderster Mann sehr gut. Natürlich merken die Musiker auf der Bühne, dass unten die Stimmung langsam am Aufkochen ist und geben ordentlich Gas. Besonders die nächste Nummer „Sex On Legs“ scheint das Eis zu brechen, denn in den vorderen Reihen wird schon heftig das Tanzbein geschwungen, soweit es die Enge zulässt. Chris scheint von der Bewegung angetan zu sein und steigt auf die Subwoover, um dort aus nächster Nähe den Song ins Publikum zu schmettern. 

Besonders schön anzusehen ist, wie Gared Dirge während der Songs immer wieder im Dreieck springt. Immer wieder löst er Schlagwerk, Gitarre und Keyboard ab, ohne dabei überfordert zu wirken. Laut eigener Aussage sind Lord of the Lost zwischen HIM und Rammstein anzusiedeln und ganz so falsch scheint die Kategorisierung nicht zu sein. Oder ganz einfach umschrieben „Pussy wetting Goth Rock“, wie die Jungs ihr Genre scherzhaft selbst betiteln. 

Bei der Hälfte des Sets wird es etwas skurril. Einen bekannten Song, der bei normalen Radiosendern hoch und runter gespielt wurde, kramt man aus dem Repertoire. Lady Gagas „Bad Romance“ wird in dunkles Gewand gehüllt und nun in Lord of the Lost-Weise vorgetragen. Der Song findet extrem Anklang und es kann festgestellt weden, dass die aufgemotzte Variante um einiges besser knallt, vor allem bei dieser Veranstaltung. 

Während des gesamten Auftritts hat die Gruppe die Menge für sich vereinnahmt. Nach „Dry The Rain“ kommt Aufbruchstimmung auf, denn es ist Zeit sich zu verabschieden, doch es wird vorher noch mal kräftig für Eisbrecher vorgeheizt. Mit nacktem Oberkörper und „Your Victories“ kommen die Hambrger zu einem Finale. Viele der Anwesenden sind ohne Erwartungen hierher gekommen, doch dürften Lord of the Lost nach diesem Auftritt einige neue Mitglieder in ihre Fangemeinde mit aufnehmen. 

Setlist:

  •  1. Live Today / Black Lolita
  •  2. Sex On Legs
  •  3. Do You Wanna Die Without A Scar
  •  4. Heart For Sale
  •  5. Bad Romance
  •  6. Prison
  •  7. Epiphany
  •  8. Break Your Heart
  •  9. Dry The Rain
  •  10. Your Victories
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