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Edguy, Kottak, Steel Engraved im Konzert (Straubing, Oktober 2011)

For Those About To Rock

Der Oktober ist heiß in Straubing. In der Halle, in der vor einer Woche noch das Metal Invasion Festival stattgefunden hat, spielen heute die Power Metaller von Edguy auf. Die Halle hat sich etwas verändert: Der hintere Bereich, der den Händlern noch letzte Woche als Verkaufsfläche gedient hat, ist jetzt durch eine schwarzen Vorhang abgehängt, was die Halle um circa ein Viertel verkleinert. Glücklicherweise hat sich nicht alles verändert. Die Jungs und Mädels am Bierstand sind wieder die selben netten Menschen wie zuvor und auch die Jungs und Mädels mit den gelben Westen, die Ordner, sind alte Bekannte. Willi und seine Crew lassen auch heute den Veranstalter, der übrigens auch der Gleiche ist, nicht im Stich und regeln den, wie eigentlich immer, friedlichen Ablauf der Veranstaltung.

Die Halle ist auch am frühen Abend schon gut besucht, allerdings hätten schon noch ein paar mehr Menschen Platz gehabt. Doch die erste Band des Abends kann sich nicht beschweren, dass sie kein Publikum gehabt hätte.

Steel Engraved

Und mit der ersten Band kommt auch schon die erste Überraschung. Gut, Steel Engraved sind aus Bayern und mögen dadurch sicherlich einen kleinen Heimvorteil haben. Dem gemeinen Edguy-Fan soll hier aber einmal unterstellt werden, dass er noch nicht viel von der Band gehört hat.

Umso erstaunlicher ist es, was die Band abliefert, oder besser formuliert, wie es ankommt. Steel Engraved haben vom ersten Song an ein aufmerksames Publikum, welches die Gruppe auch richtig anfeuert und auch richtig applaudiert. Für den Opener eines Konzertes ist das schon bemerkenswert. Die Band hat letztes Jahr auch auf dem Metal Invasion Festival gespielt. Seit damals hat sich die Formation durch sehr viele Gigs, unter anderem als Vorband für W.A.S.P., gespielt. Diese Erfahrung merkt man nun. Souverän stehen die fünf Mannen auf der Bühne und ziehen ihre Show ab. Man möchte fast von erfahrenen Rockern sprechen.

Die Setlist der Combo sieht dann auch noch recht ansprechend aus, auch wenn sie recht kurz ist. Mit „Dead Of Night“ starten die Passauer ihr Set und schenken sich von Beginn an nichts. Fronter Marco „Vocal“ Schober beweist vom ersten Ton an, dass die Gruppe nicht unbegründet zu den besten Undergoundacts aus Niederbayern zählt. Mit dem Song „Martyr“ wird ein Stück von der ersten Veröffentlichung der Gruppe ausgegraben. Auch der Song ist eindeutig zu identifizieren. Steel Engraved haben ganz offensichtlich von Beginn an ihren eigenen Stil gefunden. Mit „Godspeed“ findet man sich dann auf der noch aktuellen Scheibe „State Of Siege“ wieder. Noch aktuell, weil der Studiotermin für die Aufnahmen zum neuen Album bereits fix ist.

Nach „Black Gold“ wird noch der Klassiker „Stainless Steel“ ausgepackt, welcher eigentlich der letzte Song sein sollte. Da aber noch ein klein wenig Zeit übrig ist wird noch der Titel „Wylde Rhoads“ angehängt, der in seinem Charakter nicht weniger hymnisch ist als der Vorgängertitel.

Steel Engraved liefern eine irrwitzige Show für den Opener und werden mit dem entsprechenden Applaus dafür belohnt. So dürfte der Abend gerne weitergehen.

Setlist:

  • Dead Of Night
  • The Marty
  • Goodspee
  • Black Gol
  • Stainless Steel
  • Wylde Rhoads
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