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Dying Fetus, Job For A Cowboy, Revocation und Cerebral Bore im Konzert (Hamburg, September 2012)

Das ist halt Death Metal

Für ganze sieben Dates hat sich die seit 1991 bestehende Death-Metal-Band Dying Fetus in „good old Germany“ angekündigt und am Mittwoch, dem 26.September 2012, durften die Hamburger in den Genuss des härteren Tobaks kommen.
Die Locationwahl fiel auf die für 1000 Besucher ausgelegte Markthalle in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes. Ganz so voll wurde es an dem kühlen Abend zwar nicht, trotzdem erwartete den Todesmetaller zur Dämmerstunde ein bunter Blumenstrauß frühlingsfrisch duftenden Death Metals. Die Facetten des Genres wurden heute auf verschiedenste Weise präsentiert. Unterstützung gab es nämlich von drei weiteren Bands, die es wirklich in sich hatten:
Modernen Death Metal gab es von Job For A Cowboy, thrashigen Death Metal boten die Herren von Revocation an und Opening Act waren die brutalen Death-Metaller Cerebral Bore aus Glasgow.

Cerebral Bore

Wie bereits auf der Homepage der Markthalle versprochen, startete die erste Kapelle um Punkt 19:30 Uhr. Dabei handelte es sich um die schottische Band Cerebral Bore, die sich dem ultra-brutalen Death Metal verschrieben hat. Ganz genreuntypisch grunzte einem jedoch nicht ein mächtiger, griesgrämiger Mann entgegen, sondern eine zierliche Frau, mit der anscheinend trotzdem nicht zu spaßen ist: Simone „Som“ Plujimers, seit 2010 Frontfrau der Band, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Anwesenden durch ihre enormen Growls den Atem zu rauben. Cerebral Bore orientieren sich an den großen Brutal-Death-Metal-Bands wie Gorgasm und Suffocation, erreichen jedoch noch nicht deren Klasse.
Der Opener „Maniacal Miscreation“ aus ihrem 2011er Debütalbum ballerte trotzdem alle vor der Bühne weg. Teils ungläubig starrten die werten Herren um einen herum auf die Bühne und schmunzelten, ob sich nun ein Bubi am Mikrofon gekonnt verirrt hat oder ob doch tatsächlich eine versierte Brüllerin auf der Bühne randaliert, welche Angela Gossow (Arch Enemy) wie eine Akustik Pop-Diva aussehen lässt.

Professionell verwandelte die Dame ihr güldenes Haar zu einer Windmühle und animierte die Zuschauer, es ihr gleich zu tun. Wie kommt man als Dame eigentlich zu einem Genre, in dem die Thematik der Songs oftmals davon handelt, Frauen zu töten und zu vergewaltigen? Es ist ein seltsamer Gedanke, doch wäre es doch nur mehr als cool und auch überaus fair, wenn Som einmal Lyrics über das Töten und Vergewaltigen des anderen Geschlechts schreiben würde - nur eine kleine Bitte am Rande. Nach dem dritten Song „Entombed In Butchered Bodies“, in dem es um das Essen von Menschenfleisch, Zombies und Ketzerei ging, forderte man das Publikum zum ersten Circle Pit auf. Leider tauten die Hamburger Fans erst zum Schluss so richtig auf, doch das machte der Band nichts aus. Mit dem letzten Song „24 Year Party Dungeon“ verabschiedete sich das Quartett von der Bühne, bedankte sich fürs Erscheinen und ließ es noch mal richtig krachen. Der nun doch entstandene und fette Circle Pit überraschte eine Zuschauerin, so dass sie doll angerempelt wurde und letztendlich zu Boden fiel. Der Schock und die Wut darüber stand ihr im Gesicht geschrieben, doch verletzt wurde sie, Gott sei Dank, nicht. Aber wie man noch später zu hören bekam: Das ist eben Death Metal.

Nach gut einer halben Stunde war das Spektakel vorbei und die Band baute ihre Instrumente ab. Ein angeregtes Publikum hatte sich aufgewärmt und freute sich dann auf die nächste Band.

Setlist:

  • Maniac Miscreation
  • Horrendous Acts of Iniquity
  • Entombed In Butchered Bodies
  • Mangled Post Burial
  • The Bald Cadaver
  • 24 Year Party Dungeon­
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