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Dropkick Murphis, Frank Turner & The Sleeping Souls & Jesse Ahern im Konzert (Chemnitz, Februar 2020)

Die wohl lauteste und schönste Art den Valentinstag zu feiern

Eine unheimlich energetische Show bieten Frank Turner & The Sleeping Souls

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Frank Turner & The Sleeping Souls

Die Umbaupause gestaltet sich erwartungsgemäß kurz, immerhin muss man nicht viel mehr als ein Mikro beräumen und mit Frank Turner & The Sleeping Souls steht nun ein weiterer Support bereit, der sich zudem durch einen nicht unerheblichen Bekanntheitsgrad auszeichnet. Zudem erweist sich sein Gemisch aus Songwriter, Folk und Punk als perfektes Bindeglied zwischen Jesse Ahern und den Dropkick Murphys.

Mit „Get Better“ wählen die Briten einen Titel, der die Stimmung gleich mal auf Hochtouren bringt und sogleich klarmacht, dass der Vierer hier seine eigene Fan-Base hat. Sofort fliegen die Hände in die Höhe und Turner lässt da auch keine Luft rankommen, die ersten drei Songs werden am Stück serviert, danach ist es an der Zeit die Zuschauer zu begrüßen und dies in einem Gemisch aus Deutsch und Englisch. Amüsant sind die Versuche Chemnitz richtig auszusprechen auf jeden Fall und als der Frontmann dies endlich richtig draufhat, kann er verkünden, dass es heute sein 2457. Konzert ist, aber das Erste in Chemnitz. Und dies ist definitiv einen kleinen Extra-Applaus wert, so kann „Try This At Home“ seine Chemnitz-Premiere feiern, wie eben jeder andere Song des Abends auch.

Beifall gibt es nicht nur für die Briten, die holen vor „Polaroid Picture“ diesen nachträglich nochmal für Jesse Ahern ein und damit geht es hinein in den treibenden Song, der sofort einen Schwall an Crowdsurfern heraufbeschwört und sich um einiges energetischer als die Studioversion zeigt. An dieser Stelle sei ebenfalls erwähnt, dass der Vierer ordentlich Feuer unterm Allerwertesten hat, egal zu wem man auf der Bühne schaut, jeder lebt hier jede Sekunde mit völliger Hingabe aus. Bei „Long Live The Queen“ stürmt gar Drummer Nigel Powell mit an den Bühnenrand, um das Publikum anzupeitschen und sich hiernach eine kleine Auszeit zu gönnen. Frank Turner kredenzt „Jinny Bingham's Ghost“ in akustischer Version, somit haben seine Kollegen eine kurze Pause, aber eben nur kurz, denn zu „Eulogy“ sind alle wieder an Bord und bringen den Song gar noch deutschsprachig auf die Bühne.


Die gute Laune im Saal ist nicht zu überhören und für Turner steht somit fest, dass alle wegen ihm hier sind. Deswegen hat er noch eine kleine Überraschung geplant und ein paar Freunde aus den USA eingeladen, so solle bitte im Anschluss niemand den Saal verlassen, immerhin spielt dann noch eine brandneue Band namens Dropkick Murphys. Natürlich wird man seiner Bitte nur zu gern nachkommen, ist doch quasi Ehrensache und mit einem Circle Pit zu „Out Of Breath“ tanzt man sich direkt auf die Zugabe ein.

Für Frank Turner & The Sleeping Souls wird es allerdings langsam Zeit sich zu verabschieden und dies tut man standesgemäß mit „Four Simple Words“. Hier darf nicht nur abgefeiert werden, vor allem muss man für den Frontmann noch ein paar Hände zum Stagediven bereithalten, um ihn kurz darauf tanzend in ihrer Mitte aufzunehmen. Das war es von den Briten, sensationelle Vorstellung und man kann darauf wetten, dass Chemnitz unbedingt auf eine Wiederholung pocht.

Setlist:

Get Better
1933
The Lioness
Try This At Home
If Ever I Stray
Photosynthesis
Polaroid Picture
Long Live The Queen
Jinny Bingham's Ghost
Eulogy
The Next Storm
Sons Of Liberty
Out Of Breath
Recovery
I Still Believe
Four Simple Words

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