Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Drone, Killing Culture, Sightless View, Dead Episode im Konzert (Oberhausen, März 2013)

Einmal mehr der Beweis für den quicklebendigen Underground

Mensch, Mensch, Mensch, wenn man sich einfach als regelmäßiger Konzertgänger im Oberhausener Helvete darauf verlässt, dass der Club erst um 19 Uhr aufmacht, da hat man an diesem Abend aber leider den Kürzeren gezogen, denn um kurz nach sieben sind die für Decay eingesprungenen Sacrifice Theory schon am Ende ihres Sets angekommen. Schade, das klingt ja recht viel versprechend, was sie da anbieten, schnell auf den Schirm für einen der nächsten Konzertbesuche. Aber auch so verspricht der Abend einiges, was sich dann etwas mehr als hundert Gäste nicht entgehen lassen wollen, dabei ist der Abend heute eindeutig vom Thrash und nicht Black Metal dominiert.

Dead Episode

Für eingefleischte Fans der Dortmunder ist es sicherlich eher ein Problem, für HörerInnen, die an diesem Abend sich zum ersten Male also dem Melodic Death von Dead Episode hingeben, sicherlich nur bedingt ein Problem, dass eben jene anfangs als Quartett auftretende Band fast nur Songs spielt, die bis auf „All Of You“ von der 2010er Demo „Symposium Of Death“ unveröffentlicht sind – na ja, nicht ganz, verteilt die Truppe doch an diesem Abend auch fleißig ein paar kostenlose 3-Track-Demos, die nicht nur frisch aufgenommen, sondern mit den gespielten „Gallery Grotesque“, „Synthetic Pulse“ und“Medusa“ gefüllt ist.

Somit bilden die meisten Songs nicht nur für viele eine Premiere, die Band kündigt dann sogar eine neue Änderung an und lässt das Publikum aber noch ein bisschen zappeln. Bis dahin aber gilt es, die Anwesenden anderweitig zu überzeugen, was dann der Truppe auch ab „Deadonation“ richtig gut gelingt, zappeln doch die ersten Powerfäuste durch die nebelige Helvete-Luft. „Wir freuen uns, hier sein zu dürfen“, so der immer ein wenig aufgedreht wirkende Bassist und Frontmann Johann, um mit einem „Ihr könnt ruhig klatschen“ den zögerlichen Mitmachpart bei „Infernal Guard“ anzufeuern.

Lange haben sich die Dortmunder schon nach einem neuen Frontmann umgesehen, Johann meint selbst, dass er nur als Notnagel hergehalten hat. In Volker haben sie endlich eine neue Stimme gefunden, der sich schon in Bands wie Sabiendas, Morgue, Symbiontic oder auch Beltane ausgetobt hat. Heute steht er zum ersten Mal mit Dead Episode auf der Bühne, und während Johann wie aufgekratzt wirkt, kommt Volker mit seinem „Hallo Oberhausen“ erst einmal ernüchternd trocken rüber. Stimmlich lässt er dann aber bei den letzten drei Songs nichts mehr anbrennen, wobei „Medusa“ noch ein wenig herausragt, schreien doch Johann und Volker gemeinsam ins Mikrofon, Erster ein wenig höher angelegt mit einem leicht hysterischem Unterton, Zweiter im tiefsten Keller rumpelnd, wodurch sich aber eine tolle Livesymbiose ergibt. „Darf er bleiben“, so die rhetorische Frage Johanns über die Sangesqualitäten Volkers, holt sich noch schnell stellvertretend für die Band das Okay der Anwesenden ab, dann aber ist auch Schluss und Dead Episode können ein paar neue Fans verbuchen.

Setlist:

  • Fear
  • Deadonation
  • All Of You
  • Infernal Guard
  • Synthetic Pulse
  • Gallery Grotesque
  • Medusa
Seite
comments powered by Disqus

Wenn die Könige des Standfußballs den Saal aufmischen

Zum biographischen Film über Freddie Mercury und Queen

Wenn die Vorband dem Hauptact den Rang abläuft...

Grandioser Konzertabend, an dem keine Wünsche offen bleiben können

Schritt für Schritt zu einem erfolgreichen Abend

„Singen ist Sport, egal was für einen Stil, da machen wir uns nichts vor...“