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Dritte Wahl, Kotzreiz, Stattmatratzen im Konzert (Leipzig, April 2011)

"Alte Männer rosten nicht"

Bei Kotzreiz wird sogar in Leipzig der Song "Berlin" mitgesungen

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Es ist Freitag und auf dem Weg durch das Leipziger Szeneviertel Connewitz sieht man schwarz. Dies liegt zum einen daran, dass  Mono Inc die Gothic-Szene zum Konzert in das Werk 2 geladen haben. Zum anderen geben sich, nur wenige hundert Meter entfernt, die Herren der Dritte Wahldie Ehre. Der Club Conne Island liegt am Stadtrand etwas abseits von den nächsten Wohnhäusern und versprüht eine gewisse Hinterhofromantik, der man sich schwer entziehen kann. Beim genauen hinschauen präsentiert sich auch das Publikum farbenfreudiger und entpuppt sich als Gemisch aus Punks, Teddys und alternativer Szene. Die Voraussetzungen für eine gelungene Punk-Nacht sind also gegeben.

Stattmatratzen

Als die Stattmatratzen die Bühne entern, genießen zwar noch große Teile des Publikums die laue Frühlingsnacht, doch angezogen von den Klängen füllt sich der Saal zunehmend. Die 4 Berlinerinnen rocken sofort los, zeigen einen (zu) starken Bewegungsdrang und verknoten sich so recht zügig mit ihren Kabeln. „Frauen und Technik“- da ist es wieder, das altbekannte Klischee. Doch unter dem Jubel der Zuschauer kann man das Problem und sich, schnell wieder voneinander lösen und weiter zeigen, was man auf den Kasten hat. Schließlich stehen die Stattmatratzen in musikalischer Hinsicht der männlichen Zunft in nichts nach und sehen zudem auch noch besser aus. Die seit 6 Jahren bestehende Band bietet einen schnellen, melodischen, rotzig-provokanten Punk, der ab und an mit NDW-Einflüssen versehen ist. So fühlt man sich oft an Ideal erinnert, was sicher auch den stimmlichen Ähnlichkeiten der Matratzen-Frontfrau Nika und Annette Humpe geschuldet ist.

Anfang des Jahres erschien ihre CD „Egoshooter“ und von ihr stammen auch die meisten Songs des Kurzauftritts. Stücke wie „Illusion und Realität“ und „Mach das Fenster auf“ werden mit krachendem Charme unter die Menge gebracht. Für Textunsichere gibt es bei „Eiszeit“ Tafeln zum Mitlesen des Refrains, auch wenn man schon Kopfstände machen muss, um alles lesen zu können. Hinderlich beim Mitsingen und -feiern der Band, ist dies aber mitnichten. So bieten die Stattmatratzen einen gelungenen Einstieg in den Abend.

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