Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dream Theater, Periphery im Konzert (Hannover, Februar 2012)

Der neue Mike in Action

Periphery verstehen ihr Handwerk

Zum Thema

Allzu überraschend dürfte es nach dem Dream Theater-Gig in Hannover nicht gewesen sein, dass Mike-Portnoy-Nachfolger Mike Mangini für offene Münder und Begeisterungsstürme bei Fans und Beteiligten gesorgt hat, allerdings war er nicht der Einzige, der dafür verantwortlich zeichnete.

Warum das so ist, muss man Kennern des Prog-Metal-Quintetts nicht erklären, es ist nach wie vor Wahnsinn, was neben dem Trommler auch John Petrucci, John Myung und natürlich Jordan Rudess auf der Bühne veranstalten. Der Verfasser dieser Zeilen sieht die Altbewährten zum sechsten Mal live, aber die Bewunderung für deren Können ist einfach nicht zu stoppen!

Aber gehen wir zunächst an den Anfang des Abends zurück. Wahrscheinlich bin ich der einzige Idiot, der sich in der ansonsten gut gefüllten AWD-Hall in Hannover in der Eiseskälte von Hamburg aus an die Leine bewegt hat, um die mittlerweile drei New Yorker, den kanadischen Vokalisten und den aus Newton stammenden Neu-Oktopus zu erleben. 47 Euro Ticketpreis sind eben auch verdammt happig und so kann die Combo sich glücklich schätzen, so viele treue Fans aus der niedersächsischen Hauptstadt und Umgebung bewegt zu haben, den knappen Fuffi berappt zu haben und obendrein evtl. 30 € für ein T-Shirt oder 15 € für einen Kaffeebecher zu bezahlen. Mittlerweile scheint die Szene ja immer reicher  zu werden… 

Das Publikum ist allerdings auch immer unterschiedlicher geworden, man sieht nicht nur Metaller. Progressive Metal lockt immer mehr auch Menschen jenseits der Szene an, wie sich auch an anderen Bands wie Opeth oder Porcupine Tree erkennen lässt. Es ist aber auch interessant zu beobachten, wie viele junge Menschen die Band angefixt hat. Hier sind nicht nur unter 18-Jährige (mit Papa!) anwesend, sondern auch Menschen, die gerade wohl gerade so die 19 im Geburtsjahr stehen haben. Somit ist aber für Fan-Nachschub gesorgt und wir sehen, dass die neue Generation nicht musikalisch verkrüppelt ist.

Periphery

Pünktlich um 20 Uhr geht dann mit Periphery die einzige Vorband des Abends auf die Bühne und versucht mit ihrer Mischung aus Metalcore und Progressive Metal die Menge zu überzeugen. Mit recht komplexen Riffs und schwierigen Soli, vor allem von Bandgründer Misha Mansoor, weiß die Band zumindest den Beweis zu erbringen, dass sie ihr Handwerk versteht. Bei insgesamt drei Gitarren und einem Bass dürfte es sicherlich nicht leicht sein, das Zusammenspiel richtig zu timen, insbesondere bei eben solch komplizierten Arrangements. Die insgesamt sechs Jungs aus Maryland kriegen das aber exzellent gebacken, sodass man definitiv seinen imaginären Hut ziehen muss. 

Das unübersichtliche Songwriting, das etwas an abgespeckte Unexpect erinnert, erschließt sich jedoch nicht beim ersten Hören, weswegen die Band es schwer hat, das Publikum sofort mit sich zu reißen. Die meisten Zuschauer sind aber eh – wie sich auch beim Headliner später herausstellt – auch eher brav und zum Gucken hier. 

Jedoch muss man sagen, dass Periphery auf jeden Fall als Vorband gut ausgewählt worden sind. Nicht nur, weil sie sich beim selben Label wie DT befinden, sondern auch, weil die Gitarristen sich beim Frickeln und auch teilweise auch beim Songwriting offenkundig was von Dream Theater allgemein und von John Petrucci im Speziellen abgeguckt haben. Der Unterschied besteht jedoch im Bellen und Grunzen des Sängers Spencer Sotelo, dem fehlenden Keyboard und der allgemein eher auf Metalcore und auf Frickeln ausgerichteten Grundlinie der Band.

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging