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Dragonforce, Turisas im Konzert (Köln, Februar 2009)

Dragonforce

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Es war der Karnevalsfreitag als der Tourtross von Dragonforce mit der finnischen Supportband Turisas im zu dieser Zeit höchst narrenverseuchten Köln Halt machte. Eine ziemlich lange Warteschlange vor der Essigfabrik bestätigte unsere Annahme, dass das Können der britischen Gitarrenvirtuosen sicher nicht zuletzt durch das Spiel Guitarhero von vielen Anhängern des Spieles auch einmal live begutachtet werden wollte. Auch ein paar in bester Turisas-Corpsepaint-Manier geschminkte Fans waren auszumachen. 
Um ehrlich zu sein hätte ich mir sowieso nicht vorstellen können, dass Dragonforce mittlerweile mit dem Fassungsvermögen des Undergrounds auskommen könnten. Seit der „Inhuman Rampage“ sind die Jungs erfolgsmäßig nämlich abgegangen wie die sprichwörtliche Rakete. Nicht zuletzt diese beachtlich lange Schlange vor der Essigfabrik sprach also schon mal für sich. 

Turisas

Als dann das Licht ausging, bedeutete dies in der proppevollen Essigfabrik: Ab in die Schlacht mit den Recken von Turisas. Und ganz so, wie es Sänger Mathias „Warlord“ Nygård mit den Worten „we are Turisas from Finland and we play Battle Metal“ ankündigte, ging es dann auch mit „Battle Metal“ gleich mitten rein in die Schlacht. Von der ersten Minute an überzeugten die Jungs und das Mädel. Die Stimmung im Publikum war phantastisch und dies nicht nur unmittelbar vor der Bühne, denn bis in die hintersten Reihen wurde die Band abgefeiert. Kein Wunder: Etliche Fans waren einzig für die Finnen in die Essigfabrik gekommen, und selbst viele derer, die die Band nicht kannten, konnten sich nicht davor sträuben, von dem Sog der Begeisterung mitgerissen zu werden. 

Sänger Warlord verfügt über eine außerordentlich gute Bühnenpräsenz, die er auch an diesem Abend wieder einmal bestens unter Beweis stellte. Er ließ sich über deutsches Bier im Allgemeinen und den von den Discountern angebotenen Gerstensaft im Speziellen aus, was natürlich bei den feiernden und ebenfalls Bier trinkenden Fans in der Halle bestens ankam. Den Bandmitgliedern machte ihr Auftritt und auch die Reaktionen aus dem Publikum sichtlich Spaß, und genau das ist es, was den Funken zum Publikum dann auch wieder überspringen ließ. Der Raum vor der Bühne wurde zum Battleground. Soundtechnisch gab es hier und da kleinere Probleme, wenn man beispielsweise Jussis Gitarre nicht heraushören konnte, aber selbst diese Dinge taten der erstklassigen Stimmung keinerlei Abbruch.  

Die Bandmitglieder machten allesamt eine sehr gute Figur und das Headbangen mitsamt Akkordeon muss man der erst 18-jährigen Netta erstmal nachmachen. Spätestens bei dem Boney M-Cover „Rasputin“ war die Essigfabrik restlos eingenommen. Das unglaublich starke „To Holmgard And Beyond“ sollte dann leider schon den letzten Song der Setlist markieren, obwohl man sich wünschte, die Band würde noch den ein oder anderen Song dran hängen. 
Turisas konnten an diesem Abend auf ganzer Linie überzeugen, da sie, natürlich und sympathisch wirkend, die Anwesenden ganz auf ihre Seite zu ziehen vermochten und eine sehr gute Show geboten haben.

Setlist Turisas:

Battle Metal
A Portage To The Unknown
One More
The Messenger
In The Court Of Jarisleif
Rasputin
To Holmgard And Beyond

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