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Doro, Krypteria im Konzert (Düsseldorf, März 2010)

Feuer, Tränen und eine bestens aufgelegte Doro – eine Nacht voller Herzblut.

Warf ihr Herzblut in die Waagschale - Doro Pesch

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Doro

Kurz nach 21 Uhr, ein schicksalhafter Moment tickte im atemlosen Sekundentakt der Entscheidung näher, nur noch wenige winzige Augenblicke – Doro erscheint in ihrem knappen Lederdress. Aufbrausender Jubel. Macht sie da etwa ein auf 18? Egal! Wer sonst wenn nicht sie darf das. Leicht gesundheitlich angeschlagen, aber das ließ sie nicht durchblicken. Nicht eine quälende Sekunde. Wo ist denn der verdammte Hörschutz? Brachial wölbte sich „I Rule The Ruins“ mit aller Urgewalt in die Gehörgänge, begleitet durch den Krach der detonierenden Feuerfontänen. Schon früh wurde deutlich, dass sich die organisierende Mannschaft hinter Doro allerhand Spektakel hatte einfallen lassen. Nicht nur eine umfangreiche Setlist mit Werken aus allen Schaffensphasen, sondern auch einige  Wegbegleiter und Freunde waren zugegen. Pyros kamen ebenfalls mehrmals zum knallenden Lichtblitz – so wurde „Earthshaker Rock“ von diesen heißen Eruptionen eingerahmt.

Natürlich war dieser Abend kein normaler Abend, und ständig wuselten Techniker hin und her, um wieder eine kleine Überraschung herzurichten. Die kurzgehaltenen Umbaupausen nutzte die Metalqueen mehr als einmal ausgiebig, um sich bei ihren Fans zu bedanken: „Ihr seid die liebsten Fans – Thank you very much – Vielen Dank, liebe Fans – Hach, meine Mutter ist auch da, sie hat mich immer unterstützt – wie herzig!“ Deutlich war die Rührung in ihrer brechenden Stimme zu vernehmen, nicht aufgesetzt, sondern immer eine Galaxie mehr true als bei den ganzen „Warriors of the world“.

„Für immer“ stand auch auf dem Programm, und während Doro entweder ihren Mitstreitern das Feld überließ oder die herzigen Fans den Refrain singen ließ, umklammerte der Schein der brennenden Schüsseln die Frontfrau mit einem warmen Leuchtring. Plötzlich hüpften die Cheerleaderinnen von Düsseldorf Rhein Fire zu sechst im hinteren Bühnenbereich und tanzten choreographiert zu „Burn It Up“. Auch zahlreiche Gastauftritte waren zu verzeichnen. Mark Storace (Krokus) und Luke Grasser waren für die erweiterten Gesänge bei „On My Own“ zugegen, und Doro fand sogar Zeit, Werbung für die neue Krokus-CD zu machen. Warum auch nicht, sie war doch die Hauptperson des Abends, und dieser Rolle haftete auch an, machen zu können was sie wollte. Bei „Night Of The Warlock“ stachen zwei feuerschluckende Nixen in knappen Corsagen ins Auge, die Haut glitzerte im sanften Schein der Fackeln, und ein weiteres Mal versuchten die Augen der Gäste halt zwischen zwei Gepushten zu finden.

Kaum ein Song, der nicht mit einer Überraschung aufwartete, und so verwunderte es nicht, dass bei „Celebrate“ neben der zierlichen Ji-In die stimmlich rustikalere Sabine Classen den Ton angab, flankiert von zwei schwedischen Fans, die stellvertretend für natürlich alle übrigen Fans dort oben das Tanzbein schwangen. Im Anschluß übernahm Andy Brings die Gitarre und riffte sich bei „Burning Witch“ über die Bühne, um anschließend ein imaginäres Herz in die erste Reihe zu werfen. Da Doro nicht nur immer wieder die Fans mit Worten herzte, ließ sie auch prompt mal Taten folgen, stiefelte in den Fotograben und schüttelte bei „Out Of Control“ gefühlte drölf Millionen Hände.

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