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Dornenreich, Agrypnie im Konzert (Essen, Februar 2011)

Musikalisch geballte Vielfältigkeit zieht die Fans in den Bann

Agrypnie haben einiges zu bieten

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Dornenreich sind keine Black-Metal-Band wie die meisten anderen. Weder legen sie viel Wert auf eine blutverschmierte Show, noch auf viele, harte Gitarrenriffs. Dornenreich sind wohl eine der wenigen Metalbands, die auch akustisch eine immense Wirkung auf den Hörer erzielen. Erst Anfang Februar 2011 veröffentlichten sie ihr Album „Flammentriebe“, welches verglichen zum Vorgänger wieder stärker metallische Züge annimmt. Nicht nur bei The-Pit.de verfehlten die Österreicher nur knapp die volle Punktzahl, sondern auch in den Charts konnten sie mit „Flammentriebe“ ein Feuerzeichen setzten. So wundert es nicht, dass sich der Essener Live Club Turock in Windeseile füllt, und auch die Tickets an der Abendkasse noch rasch den Mann und die Frau gebracht werden können.

Agrypnie

Doch die erste Aufmerksamkeit an diesem Abend gebührt dem ehemaligen Soloprojekt Agrypnie von Torsten Hirsch. Der frühere Nocte Obducta-Sänger betritt gemeinsam mit den Live-Musikern die Bühne. Mit dem Opener von dem letzten Album „16[485]“, startet der Gig an diesem Abend: „Figur 109-3“ bringt gleich das enorme Potential von Agrypnie ans Licht. Atmosphärisch und mit vielen melodischen Parts legt sich der Song in die Ohren der Zuhörer. Diese scheinen äußerst rasch für den Post Black Metal hellhörig zu werden. Immer mehr der Gesichter verschwinden und weichen einem sich schüttelnden Haarbüschel.

Die Gitarren stehen dabei sehr offensichtlich im Vordergrund und bekommen immer wieder den Raum für einen Solo-Part. Torsten steht dabei ganz klar im Vordergrund und lässt seine Stimme fies durch das Turock hallen. Diejenigen, die eine gute Position im Inneren des Clubs ergattern konnten, können sich über einen guten Sound freuen, bei dem sogar die Vocals gut zu verstehen sind.

Bei Agrypnie wechseln sich die rasch voran marschierenden Parts im höheren Tempo immer wieder mit ruhigeren Momenten ab, in denen das Schlagzeug mal nicht wie ein Donnerhagel über die Besucher hinwegzieht. Die Songs haben allesamt eine ganz ansehnliche Länge und kommen in der Regel über die gewöhnlichen drei bis vier Minuten Spielzeit hinaus. Dadurch konnte Torsten seinen Liedern, die er allesamt alleine geschrieben und komponiert hat, eine enorme Fülle an Wandelbarkeit und Feinheiten verleihen, sodass sich der Auftritt von Agrypnie, zum Bedauern der Fans, viel zu schnell dem Ende entgegenneigt. Denn diese finden zunehmend mehr Gefallen an der Musik der Band und lassen sich zunehmend mehr in deren Aufmerksamkeit fordernden Bann ziehen.

Als Torsten bei „Fenster zum Hof“ ankündigt, dass dies bereits der vorletzte Song des heutigen Sets sei, protestieren die Fans, nutzen dieses Wissen jedoch, um sich noch noch ein wenig mehr an den letzten Minuten Spielzeit zu erfreuen. Auch der letzte Song des Gigs, „Schlaf“, ist dem letzten Album entnommen; diesen begleitet Torsten auf der Bühne sogar mit seiner Gitarre. Ein ordentlicher Abschluss für einen ordentlichen Gig, der mit Zugabe-Rufen belohnt wird.

Setlist:

1. Figur 109-3
2. Der tote Trakt
3. Kerkerseelenwanderung
4. Und führet mich nicht in Versuchung
5. Morgen
6. Fenster zum Hof
7. Schlaf

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