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DOOL & Ggu:ll im Konzert (Rotterdam, Februar 2017)

Eine Band im Kommen

Wer zu spät kommt, den bestraft der Zuschauerandrang - für Ggu:ll muss leider ein Promo-Foto reichen

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Mit DOOL hat sich in den Niederlanden eine Art Supergroup (zumindest im lokalen Rahmen) zusammengefunden, die sich mit ihrem frisch erschienenen Erstwerk anschickt, nicht nur die lokale Szene aufzumischen. Erst einmal steht allerdings ein Heimspiel im Rotterdamer Rotown an, welches passenderweise auch gleich komplett ausverkauft ist. Bevor es so richtig ans Eingemachte geht, darf aber selbstverständlich erst einmal die Supportband auf die Bühne:

Ggu:ll

Die Tilburger von Ggu:ll (gesprochen „ghoul“) sind im Gegensatz zum späteren Headliner schon eine ganze Weile im Geschäft. Dass der Saal schon beim Ertönen der ersten Note bis zum Bersten gefüllt ist, überrascht dennoch ein wenig. Man könnte nun natürlich den Stereotyp des geizigen Niederländers bemühen, hilfreich ist aber mit Sicherheit auch einfach der Fakt, dass die Show erst um 21:30 Uhr beginnt. So oder so, wer nicht schon früher da war, sieht sich zu Beginn des Abends erst einmal mit der Herausforderung konfrontiert, sich irgendwie in Bühnennähe vorzukämpfen. Ein Unterfangen, das im langgezogenen Saal tatsächlich schwieriger ist, als es zuerst klingen mag.

Den dröhnenden Doom-Metal, den das Quartett darbietet, hört man zur Not aber auch noch am Ende des Saals und da auch direkt vor der Bühne erst einmal eher wenig Bewegung in die Menge kommt, verpasst auch der spät erscheinende Besucher im Endeffekt nicht so viel. Das Publikum als Ganzes gestaltet sich relativ divers – vom in Ehren ergrauten Headbanger über den obligatorischen Quotenhipster bis zur frisch eingeschriebenen Studentin tummelt sich vor der Bühne die ganze Palette.

Dem vollen Haus zum Trotz gestaltet sich der Beginn der Show allerdings eher schleppend. Das mag zum Teil in der Natur der Sache liegen – so doomig wie es bei den Tilburgern zugeht wäre ausgelassene Feierlaune vor der Bühne ohnehin eher irritierend – eine gewisse Teilschuld kann man aber wohl auch der Band selbst zuschreiben, da diese kaum Anstalten macht, das Publikum mit einzubeziehen und der Funke dementsprechend während des knapp 30-minütigen Sets nicht so recht überspringen will. Zumindest einmal sollte man schließlich schon ans Mikrofon treten, um sich bei den Anwesenden kurz zu bedanken und ein wenig Eigenwerbung zu betreiben – wobei Ggu:ll das allem Anschein nach wohl etwas anders sehen.

Überraschend ist es also nicht, dass sich das Quartett trotz fettem Sound mit nur vereinzelt erkennbaren Headbangern zufriedengeben muss und zwar angemessen, aber eben nicht besonders euphorisch verabschiedet wird. Insgesamt sollte da etwas mehr gehen, vielleicht ist das Publikum aber auch einfach nicht die passende Zielgruppe, die meisten sind schließlich für DOOL gekommen, die sich soundtechnisch doch deutlich von ihren Landsleuten abheben.

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