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Donots & ZSK im Konzert (Dresden, März 2018)

Wenn der Dienstag zum Wochenende erklärt wird und man mit Knoblauchgurken Orgien feiert

Temperaturen knapp über Null, ein Gemisch aus Regen und Schnee, wahrlich kein Grund, sich zum Dienstagabend noch einmal vor die Tür zu bewegen. Trotzdem schicken sich hunderte Dresdner an, den Schlachthof zu bevölkern und das hat genau zwei Gründe: ZSK und die Donots. Beide Bands sind für schweißtreibende Konzerte, bei denen die Pumpe zur Höchstleistung auflaufen muss, bekannt, und mit „Lauter als Bomben“ haben Donots gleich noch etwas neues Material mit an Bord, welches denn auch die Sprunggelenke mal wieder ordentlich antesten kann.

ZSK

Den Auftakt in den Abend liefern ZSK mit „Alles steht still“ und der kommt alles andere als still daher. Die Berliner geben damit sofort Vollgas und lassen es anständig krachen. Selbst wenn dieser und jener noch am Tresen seinen Hopfenblütentee ordert und manch einer etwas argwöhnisch gen Bühne schaut, man merkt deutlich, dass der Vierer hier eine große Fan-Base hat. Sofort kommt Bewegung in den Saal und die ersten Hände fliegen nach oben.

Und damit das Ganze auch so bleibt, schiebt man „Kein Mensch ist illegal“ gleich hinterher. Frontmann Joshi wird dabei nicht müde, das Publikum anzuheizen, kurze Ansagen zu den Titeln tun ihr übriges um eine gewisse Nähe zu den Zuschauern herzustellen. Mit dem Hinweis auf das im Juli erscheinende neue Album „Hallo Hoffnung“ geht es hinüber zur ersten Auskopplung „Es wird Zeit“, welche scheinbar schon in einige Gehörgänge gedrungen zu sein scheint, immerhin ist von einem zu vermutenden Stimmungsabfall nichts wirklich zu spüren. Als dann noch Memoiren ausgepackt werden, die von den gemeinsamen Touren mit den Donots berichten, bei denen viel gesungen und auch mal nackt eine Polonaise um den Tour-Bus gestartet wurde, steigt die Laune nur noch weiter. Klar das nun zum Iggy Pop-Klassiker „The Passenger“ richtig die Post abgeht, auf einen unbekleideten Reigen verzichtet man zwar, dafür schiebt sich allerdings der erste Circle-Pit durch den Saal.

Dann ist erstmal Schluss mit lustig, immerhin sind ZSK ebenso mit dem Prädikat „Polit-Punk-Band“ ausgestattet, was den dreizehn Jahre alten Song „Wenn so viele schweigen“ auf die Bretter bringt. Dass das Thema Ausländerfeindlichkeit nach wie vor aktuell ist, ist bekannt, dementsprechend hoch fällt der Beifall zu den mahnenden Worten von Joshi aus. Die „Alerta, Alerta“-Rufe kann man sich getrost noch weiter im Hinterkopf abspeichern, denn nachdem die Berliner mit „Keine Lust“ einen weiteren Ausflug ins neue Album starten, kommt als abschließender Song  „Antifascista“ zu Gehör. Ein letztes Mal fliegen die Fäuste nach oben, werden Stimmbänder zum Bersten gebracht und damit dem Konzert ein würdiges Ende verpasst. Eine Zugabe gibt es nicht, aber immerhin eine Einladung für den Dezember, wo der Vierer wieder in Dresden gastiert.

Setlist:

Alles steht still
Kein Mensch ist illegal
Der richtige Weg
Herz für Sache
Keine Angst
Es wird Zeit
Was uns noch übrig bleibt
The Passenger
Punkverrat
Wenn so viele schweigen
Keine Lust
Antifascista

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