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Donots, The Bunny Gang im Konzert (Dresden, Oktober 2015)

Bis dass der Putz von der Decke fällt

The Bunny Gang überzeugen mit einer Mischung aus Alternativrock, Reggae und Punk

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Auch wenn man sich nicht übermäßig mit der Band-Biografie der Donots beschäftigt, kann man schnell ein gewisses Auf und Ab in ihrer Karriere feststellen. Gefeiert, später nur noch für Fans wirklich wahrnehmbar, 2012 die markante Rückkehr mit „Wake The Dogs“, erschien in diesem Jahr ihr erstes deutschsprachiges Album „Karacho“. Dass dieses Werk bei Dresdnern offensichtlich gut ankommt, zeigt nicht nur die Verlegung in einen größeren Club, sondern das auch der neu gefundene Club Beatpol komplett ausverkauft ist.

The Bunny Gang

2013 gingen die Donots mit Flogging Molly auf US-Tour und deren Bassist steht nun im Mittelpunkt des Geschehens. Nathen Maxwell hat aber durchaus einige Schwierigkeiten, auf die Bühne zu gelangen, denn die ersten Reihen sind erfreulicher Weise schon gut besetzt. Auch wenn sich die meisten sicher nur einen guten Platz für die Hauptband sichern wollen und vielen The Bunny Gang noch unbekannt sein dürfte, beweist sich der Zug nach vorn definitiv als die richtige Entscheidung. Denn was die Amis zu bieten haben, ist überaus bemerkenswert. Zu hören ist eine Mischung aus Alternativrock, Punk und Reggae, der unglaublich unaufgeregt dargebracht wird und doch völlig die Aufmerksamkeit der Zuschauer aufsaugt. Besonders ihre völlig entspannte Version des Reggaes lässt wohl jeden Bob Marley-Fan vom Hocker fallen.

Schon der Start mit „Canoe Dub“, bei dem sich Maxwell an der Melodica auslebt, kann für erstes Aufhorchen und Applaus sorgen. Zumal hier schon sehr deutlich dieser groovige Sound zum Vorschein tritt, der mit guten Basslinien gepaart wird, die die Zuschauer förmlich wie von selbst zum Schwingen bringen. Mit „Sirens Trough The City“ nimmt die Hingabe eine weiter erhöhte Intensität an, sei es wegen der guten gesetzten Drums oder der Leidenschaft von Keyboarder Mike Blecha, der unerlässlich hinter seinen Tasten umher springt. Jeder der vorgestellten Titel scheint auf seine noch so unterschiedliche Art zu zünden, selbst das etwas zurückgenommene „Thrive“ bildet hier keine Ausnahme.

Nach dem rockigeren „Pave The Way“ sendet Nathen einen Dank an die Donots und an die wundervollen Menschen vor der Bühne. Die nehmen die Grüße wohlwollend an und geben zu „We Are Ones“ weiter Gas. Das kurze, marschartige Schlagzeug zu Anfang des Songs und die prägnante Darbietung lassen allerdings auch kaum eine andere Möglichkeit zu. Leider ist dies aber auch schon fast die Abschiedsmelodie, aber eben nur fast. Mit „Chief Of A Nation“ bringen The Bunny Gang nicht nur noch einen weiteren Titel zu Gehör, sondern setzen auch einen phänomenalen Schlusspunkt. Konnte man schon bei all dem Gehörten feststellen, dass die Band live deutlich mehr Wirkung als von den Studioalben zeigt, kredenzt man mit dem letzten Lied eine neu erfundene Version. „Chief Of A Nation“ erfährt neue sphärische Züge und wird insgesamt etwas düsterer und drückender interpretiert. Die damit eh schon intensivierte Wirkung wird durch das kaum vorhandene Licht weiter dramaturgisch untermalt und setzt so einen beeindruckenden Schlusspunkt.

Dass der folgende Applaus und die Zugabe-Rufe nicht nur reine Höflichkeit sind, kann man gut dem Merch-Stand ansehen, denn der ist am Ende des Abends wie leergefegt.

Setlist:

Canoe Dub
Illegal Market
Sirens Trough The City
The Reckonning
Thrive
Pave The Way
We Are The Ones
Chief Of A Nation

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