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Dong Open Air 2015

Erfolgreiches 15. Jubiläum

Wer die Excremetory Grindfuckers zu ernst nimmt, hat sie nicht verstanden

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Excrementory Grindfuckers

Fängt ja schon gut bei den Excrementory Grindfuckers an: Noch keinen Ton gespielt und schon tönen lautstark die ersten „Ausziehen“-Rufe, was sich auch immer wieder die ersten Nummern hindurch wiederholt. Stein des „Anstoßes“ ist Gitarrist Rob, wie er da in seinen Boxershorts steht und sich weigert, seine Socken herzugeben. Früh wird also deutlich: Wer die Truppe nur allzu ernst nimmt, wird hier einmal mehr nicht glücklich.

Denn: Die Hannoveraner sind dafür bekannt, alle und vor allem auch sich selbst durch den Kakao zu ziehen, jede nur erdenkliche griffige Melodie in das Grindkostüm zu zwängen und volle Möhre auf den Party-Hau-den-Lukas zu schlagen. „Wahnsinn, Grind auf dem Dong“, so Brüllröhre Kai, als er dann nebenbei auch noch über die kurze Setlist von Beyond The Black lästert, denn ihre acht Songs würden sie in fünf Minuten spielen. „Nur 24 Songs in einer Stunde. Ist das nichts?“, schwört er anschließend ein und schickt ein „Schämt euch“ gen Vorband.

Dicht gedrängt stehen die Fans im rappelvollen Zelt, nicht wenige surfen der Schaumkanone im Sicherheitsgraben entgegen, die für einen ununterbrochenen Regen an Schaumfetzen sorgt, wobei ein paar direkt in unmittelbarer Nähe der Kanone stehende Fans sich Becher füllen oder einen Schaumhut wachsen lassen – verrückte Welt. Ausgelassene Stimmung überall, eine Polonaise lindwurmt sich zu „Heimscheißer“ durch das Publikum, fetter Applaus tönt auf und beim anschließenden „Du hörst kein Grind“ gilt es im sportlichen Mitspringen die eigene Kondition zu testen.

Wohin die Fahrt auch immer geht – „Bock auf Rock'n'Roll?“ zu „Grindcore Blitz“ oder „Bock auf Disco?“ zu „Und jetzt schön Crack“ –, die Excrementory Grindfuckers lassen keine Langeweile im Fleischwolfsoundkosmos aufkommen, ab „Veganerweibchen“ scheint die Schaumkanone leer gelutscht und wird abgeräumt, in den Arsch muss zu „Vater Morgana“ dann doch niemand kriechen, aber Applaus spenden, das allerdings reichlich, denn was auch heute wieder die Hannoveraner vom Stapel gelassen haben, ist beste Unterhaltungsgrindkost.

Setlist:

Intro Ohne kostet extra
Humor von gestern
Schnaps
Klingglöckchen
Excremetory Grindfuckers (Open The Stomachs Of Natural Born Anus And Strangle Them With Their Guts)
Nein, kein Grindcore
Looking For Grindcore
Schämt euch
Heimscheißer
Du hörst kein Grind
Is aber nicht
Grindcore Blitz
Und jetzt schön Crack
Taschengeld
Veganerweibchen
Metal im Blut
Grindcora
Halb & Halb
Picknick im Zenit metaphysischen Widerscheins der astralen Kuhglocke
Vater Morgana
Staatsgrind Nr. 1
Hallo Bomme
Trink aus
Final Grinddown

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