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Dong Open Air 2013

All Nightmare Dong

Sodom setzen dem ersten Tag ein würdiges Ende

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Sodom

„Total geil hier“, so das Fazit von Sodoms Frontmann Tom kurz vor Ende des Gigs, was man kaum besser ausdrücken könnte, auch wenn sich schon einige Fans längst Richtung Schlafsack verabschiedet haben. Die heftig geforderte Zugabe „Nuclear Winter“ beschließt einen musikalisch erfolgreichen ersten Dong-Tag und gleichzeitig auch eine Sodom-Show, wie sie in der Vergangenheit so kaum möglich war, denn die drei Herren knüppelten derart schnell über das Dongplateau, dass man sich schon sehnsüchtig auf die kurzen Pausen freut, die wenigsten ein bisschen Luftholen versprechen.

Dabei kommt nach dem krachenden Opener „In War And Pieces“ erst ein wenig Schwermut auf, widmet Tom doch den folgenden Track „Sodomy And Lust“ dem kürzlich verstorbenen Kumpel Jürgen (R.I.P.) und ist dabei sichtbar bewegt – wer ihn kennt, der weiß, dass ihm alte Freundschaften sehr am Herzen liegen, was ihn einfach noch eine Spur sympathischer macht. „Mein Gott, wie ich euch liebe“, wird er glatt ein wenig sentimental, als er kurz über 31 Jahre Fantreue schwadroniert und sich dafür bei den Anwesenden bedankt. Zur Belohnung gibt es dafür den „Stigmatized“-Hammer vom aktuellen Album, außerhalb des Setlisten-Protokolls (kleine persönliche Anmerkung: Ich meine, Sodom hätten auch „Wachtturm“ gespielt, aber aus meinen Notizen geht es nicht hervor und auf der Setlist steht der Track auch nicht).

Egal, die Fans sind jedenfalls reichlich angefixt, feiern die Band mit Sprechchören, ausgiebigen Moshpits und noch mehr Pommesgabeln, Tom will alle „ganz ehrlich“ mit nach Kabul nehmen, um dort eine Show zu spielen, und er fordert alle auf, auch von der Bühne zu springen, was sich anhand des Sicherheitsgrabens als nicht vollführbar erweist und sich auch ganz sicher zum Alptraum für die Security entwickelt hätte. „Schaffen wir es, hier südamerikanische Verhältnisse hinzukriegen?“, schmeißt der Fronter ins Rund, doch so sehr die Fans sich bei „I Am The War“ auch Mühe geben – so viel Energie bringen sie dann doch nicht auf. „Heute Dong, morgen Gong“ – oha, Tom ist auch zum Scherzen aufgelegt, „Agent Orange“ provoziert einmal mehr Sprechchöre, „Ausgebombt“ wird von Makka kurzerhand versemmelt; alle drei finden aber schnell wieder in die Spur zurück, schnell noch ein Cover hinzugefügt (welches sich nicht auf der Setlist befindet) und schon sind wir bei Toms Fazit: „Total geil hier“. Stimmt – kein Widerspruch.

Setlist:

In War And Pieces
Sodomy And Lust
M-16
Stigmatized
Outbreak Of Evil
Surfin’ Bird (The Trashmen-Cover)
The Saw Is The Law
Burst Command ‘Til War
Proselytism Real
The Art Of Killing Poetry
I Am The War
Among The Weirdcong
The Vice Of Killing
Blasphemer
Eat Me!
Agent Orange
Sodomized
Ausgebombt
City Of God
Remember The Fallen
Iron Fist (Motörhead-Cover)
Bombenhagel
Nuclear Winter

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