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Dong Open Air 2013

All Nightmare Dong

Dark Tranquillity spielen ein abwechslungsreiches Set

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Dark Tranquillity

Ein bisschen darf man nun gespannt darauf sein, wie die Melodic-Death-Metaller Dark Tranquillity nicht nur ankommen, sondern überhaupt sich geben. Klar, mit „Construct“ haben sie seit einigen Wochen auch ein neues Album am Start, doch Festivalshows leben ja eher davon, mit einem Best-Of-Programm auf Kundenfang zu gehen, als stur das neue Liedgut vorzustellen – letzteres können die Göteborg-Ikonen gerne auf die für den Herbst angekündigte Tour, die sie fast durchweg in kleinere Clubs führt, erledigen.

Und tatsächlich, Mikael und Co. bieten eine Übersicht über zwei Jahrzehnte Schwedentod-Musikgeschichte, zurück bis zum damaligen zweiten Album „The Gallery“ von 1995. Das Zelt ist proppevoll, die Fans in freudiger Erwartung, und so scheint es auch bei Dark Tranquillity zu sein, denn voller Stolz posaunt Frontmann Mikael ein „Wir sind wieder zurück“ heraus, bevor sie mit dem noch recht aktuellen „Zero Distance“ vom letzten Jahr weitermachen. „Schön, euch hier zu sehen, seid ihr bereit?“ – klar, und wie, wenn man die mitklatschenden Hände bei „The Wonders At Your Feet“ betrachtet, oder aber die unmittelbar nach dem Song einsetzenden „Dark Tranquillity“-Sprechchöre als Maßstab nimmt.

„Als wir hier ankamen, waren wir sehr beeindruckt, wie ihr die ganzen Biere hier hochgeschleppt habt“, vermittelt Mikael das beobachtende Bandauge und widmet so quasi „Lost To Apathy“ den schleppenden Metalheads. „Singt mit uns, ich weiß, dass ihr das könnt“, feuert Mikael weiter an. Die Band intoniert „Misery’s Crown“, Crowdsurfer segeln in die fangbereiten Securityarme, nur leider landen dabei auch einige unsanft auf dem Fußboden. Hier zeigt sich, dass die Helfer im Graben nicht immer bestens gerüstet sind.

Gegen Ende der Show schleichen sich ein paar unfeine Rückkopplungsgeräusche ein, die aber nur bedingt den Dong-Genuss stören, denn viel zu sehr sind die Fans damit beschäftigt, mitzusingen, zu klatschen und zu surfen, und man kann sich auch locker die strahlenden Gesichter der Fans vorstellen, denen Mikael im Rausschmeißer „The Fatalist“ im Fotograben einen Besuch abstattet – gelungenes Wiedersehen, was die Vorfreude auf die Herbsttour deutlich anfeuert.

Setlist:

Terminus (Where Death Is Most Alive)
Zero Distance
The Wonders At Your Feet
The Science Of Noise
Endtime Hearts
The Sun Fired Blanks
Lost To Apathy
Misery’s Crown
Lethe
The Mundane And The Magic
Monochromatic Stains
Iridium
ThereIn
Final Resistance
Uniformity
The Fatalist

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“