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Dong Open Air 2013

All Nightmare Dong

Kamikaze Kings rocken trotz fortgeschrittener Stunde

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Kamikaze Kings

Normalerweise beginnt ja nach dem Headliner die große Flucht Richtung Zelt oder nach Hause, nur am heutigen Samstag sieht das komplett anders aus, denn gleich mehrere Hundert verbleiben vor Ort, um den Kamikaze Kings als Festivalrausschmeißer ebenfalls eine Chance zu geben. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass bei dem angekündigten Pornrock aus Berlin so manche Seele mit wollüstigem Blick gen Bühne starrt, damit die Lust am aufgeheizten Wochenende mit einigen nackten Tatsachen befriedigt wird.

So weit gehen die Kamikaze Kings dann aber nicht, auch wenn sie als deutsche Antwort auf Steel Panther durchgehen. Ein bisschen schlüpfriges fernab der Texte wie z.B. „Saturday Night Hero“ gibt es dann doch, denn immer wieder kommt Begleittänzerin Adora dazu, umschmeichelt nicht nur Frontmann Elmo, sondern stöckelt auch lasziv sich über den Körper reibend über die Bühne. „Wenn das keine geile Titten sind“, feuert Elmo das wollüstige Treiben an, als sich Adora weit nach vorn beugt und einen tiefen Blick ins Dekolleté zulässt,  und meint auch noch, dass er die nicht mittanzenden, aber durchaus interessierten Leute in den hinteren Reihen auch noch ficken werde.

„Ihr seid cooler als Soulfly“ tönt es nach „Boys’n’Men“ aus der ersten Reihe, ein Track, der nicht nur fleißig mitgesungen, sondern auch durch zahlreiche Powerfäuste und Heyrufe begleitet wird. „Wer hat heute noch Sex?“, will Elmo wissen und fragt gleich noch ab, wer denn eher auf Möpse oder Schwänze stehe, was vielleicht für ein spontanes Coming Out herhalten könne. Die „Partypeople“ kredenzen derweil bei „Boneshaker Boogie“ einen Circle Pit der anderen Art, laufen sie doch langsam mit winkend hoch gehaltenen Schuhen im Kreis. 

Klar, die Berliner spielen mit den ganzen vermeintlichen Tabus, werfen das Kopfkino an und lassen sicherlich auch den einen oder anderen fremdschämen, die Leute aber wissen nicht nur die kostümierte Show zu feiern, sondern sind auch von dem heavy Sound sehr angetan. So sehr, dass die Kamikaze Kings trotz fortgeschrittener Stunde noch mit „In The Name Of Tragedy“ eine Zugabe hinzulegen haben. Solch eine gelungene „After“-Show-Party gab es bisher noch nie auf dem Dong.

Setlist:

I Rule The Night
Backdoor PH
Love For Sale
Burn Baby Burn
Boys’n’Men
Boneshaker Boogie
Master Or Slave
Going Wild
Wolfbiker
Hit The Bitch
Fat Slut
Saturday Night Hero
Midnight Killer
Just Dance
In The Name Of Tragedy

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