Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dong Open Air 2013

All Nightmare Dong

Soulfly haben alles verlangt und alles bekommen

Zum Thema

Soulfly

Kein Soulfly-Auftritt ohne eine Diskussion rund um Max Cavalera, Sepultura und Co., zumal Sepultura schon letztes Jahr hier an Ort und Stelle für eine totale Verwüstung sorgten, wobei natürlich auch damals fleißig über Fronter Derrick Green hergezogen wurde. Nun steht also das „Original“ hier auf der Bühne, heftig umfeiert, doch wer einen Blick auf den leicht unsicheren Gang eines Max vom Bus über den Backstagebereich auf die Bühne werfen konnte, der wird sich sagen: Spritzig und fit sieht irgendwie anders aus.

Nun, eine Soulfly-Show lebt natürlich schon allein von den Songs, keine Frage. Bassist Tony Campos, den schon viele auf der Prong-Tour vermisst hatten (ersetzt durch Jason Rappise, wie die Bilder in Münster belegen), dazu Max’ Sohn Zyon Cavalera, der ja z.B. im August 2010 nur teilweise die Trommelstöcke wirbeln durfte und mittlerweile seit diesem Jahr Joe Nuñez bzw. David Kinkade fest ablöst, sowie Gitarrist Marc Rizzo, der dieses Jahr sein zehnjähriges Soulfly-Jubiläum feiert, sind das perfekte Grundgerüst für einen Max, der sich wie immer nur mit wenigen Schritten nach links und rechts von seinem Mikrofon wegbewegt und ansonsten wie festgeklebt an Ort und Stelle verweilt.

Marc ist auf der Bühne dann auch das optisch einzige belebende Element, der zwar auch nur auf seiner Seite der Bühne bleibt, sich aber so manches Mal mit waghalsigen Sprüngen im absoluten Gitarrenrausch in den Vordergrund drängt. „Uno, dos, tres“ – das reicht schon, um die Menschenmasse zu dirigieren, ein Konditionsprogramm ohne Ende, denn fortan heißt es springen, moshpitten, crowdsurfen, pommesgabelwinken und powerfisten für die nächsten neunzig Minuten – einziger Haken: Kennst du eine Soulfly-Show, kennst du sie alle. Max glänzt nicht gerade mit individuellen Ansagen, da muss dann auch mal das erwähnte Anzählen oder ein herausgerotztes „alle zusammen“ reichen.

Wenig verwunderlich ist, dass die alten Sepultura-Klassiker wie „Arise“ oder kurz vor Schluss „Roots Bloody Roots“ – letztes Jahr noch liebevoll wegen der Schlechtwetterlage in „Mud Bloody Mud“ umgetauft – für noch ein Quäntchen mehr Stimmung sorgen. Luftgitarrenalarm und heisere Stimmbänder sind da vorprogrammiert. „Olé, Olé, Soulfly“ – der neue Song „Bloodshed“, der ab Oktober auf der neuen „Savages“-Scheibe stehen wird, wird genauso herzlich empfangen wie das mit dem Trooper-Maiden-Outro angereicherte „Eye For An Eye“ als Zugabe. Soulfly haben alles verlangt und alles bekommen.

Setlist:

Intro
Prophecy
Back To The Primitive
No Hope = No Fear
Defeat U
Seek’n’Strike
I And I
Babylon
Refuse/ Resist (Sepultura-Cover)
Territory (Sepultura-Cover)
Cockroaches/ Wasting Away (Nailbomb-Cover)
Arise/ Dead Embryonic Cells
Intro/ World Scum
Straighthate (Sepultura-Cover)
Porrada
Rise Of The Fallen
Bloodshed
Revengeance
Roots Bloody Roots (Sepultura-Cover)
Jumpdafuckup/ Eye For An Eye (mit Iron Maiden-The-Trooper-Outro)

Seite
comments powered by Disqus

Kulturrampe platzt aus allen Nähten

Zurück zu den klassisch-starken Wurzeln

…und wenn Behörden nicht mitspielen wollen...

Gelungene Premiere der Stadt aus Eisen