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Dong Open Air 2011

Gefährliche Musik trifft auf kennzeichnungspflichtige MetallerInnen

Overkill

Die Thrasher Overkill gehören seit Jahren, besser seit Jahrzehnten zu den besten Livebands auf diesem Globus – bestens belegt durch die Tour im Februar/ März oder auch durch den formidablen Auftritt beim Rock Hard Festival, wo sie sogar den Headliner Down in die Schranken verwiesen und auch gegen Iced Earth mit einem Punktsieger das Amphitheater verließen. Auf dem Dong-Hügel müssen sie sich allerdings mit dem zweiten Platz begnügen, denn die Leistung von Iced Earth können sie nicht toppen. Zwar ist auch das Zelt noch richtig gut gefüllt, allerdings drängelt so manche Nase Richtung Unterschlupf, denn draußen zieht immer heftigerer Regen über den Dong-Berg hinweg.

Drinnen geht es aber heiß her, denn Overkill fahren einmal mehr ein wahres Best-Of ihres Backprogramms auf – schon bevor überhaupt einer der Overkills auf der Bühne steht, kommen wahre Sprechchorfluten auf, der Moshpit ringt von der ersten Sekunde an um Anerkennung, Thrashperlen wie „Rotten To The Core“ und „Wrecking Crew“ werden nicht lauthals mitgebrüllt, sondern auch verschwitzte Körperreibungen quasi geschmiert – nichts Neues also, wenn Overkill live auf der Bühne stehen.

Und doch: Irgendetwas ist anders heute, kaum zu benennen, denn das Fanherz schlägt und pocht und macht sich durch hämmernde Signale dauerhaft bemerkbar, irgendetwas fehlt und zwar das letzte bisschen Feuer, das letzte bisschen Power - und zwar auf der Bühne. Während Blitz wie immer mit vollsten Körper- und Stimmbändereinsatz bei der Sache ist, so kommen seine Mitstreiter, allen voran die beiden Gitarreros Dave und Derek, ein wenig zu routiniert rüber – der eine oder andere gelangweilte Blick ist dort zu erkennen. Vielleicht haben sie sich einfach auch zu lange im Tourbus verschanzt, nur wenige Worte für die Fans übrig gehabt, während Bobby natürlich auch den Kontakt zu den Skullscrushern suchte.
„Ihr Wollt mehr? Das könnte gefährlich werden“, haut Blitz in die Runde und die Band knallt im wahrsten Sinne des Wortes ein starkes „Hammerhead“ vor den Latz. Hier könnte man auch jeden anderen Titel wählen, denn die Fans lassen nicht locker, schreien immer wieder den Bandnamen heraus, schwenken unzählige Pommesgabeln und locken die letzten Energiereserven aus den Drei-Tage-Festival-Körpern. „Lasst uns gemeinsam singen“ – na klar, „Old School“ wird dafür herzlich in Beschlag genommen und auch bei den Zugaben kommt es noch zum großen Clash der Körper, die noch immer von denn Riffattacken angefeuert aufeinanderprallen, alle scheinen auf den Rat des Chiropraktikers einen fetten Haufen zu setzen: We don’t care what you say..Fuck you, Fuck you. Yeah.

Setlist:

The Green And Black
Rotten To The Core
Wrecking Crew
Hello From The Gutter
Ironbound
Bring Me The Night
In Union We Stand
Hammerhead
Give A Little
Skullscrusher
Old School
Elimination
Fuck You/ Dirty Deeds Done Dirt Cheap (AC/DC-Cover)

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