Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dong Open Air 2010

Zehn Jahre “In Dong We Trust”

Persefone

Die Exoten des Abends kamen aus Andorra und sind nun schon gute neun Jahre aktiv. Und eben an Persefone lag es nun, die Gehörgänge wieder frei zu blasen –  die richtigen Töne hatte sie dazu auch mitgebracht. Technisch raffinierter, melodischer Death Metal ballerte aus den Boxen, doch das Zelt war zu Beginn leer, und leider füllte es sich auch nur zu einem Drittel. Richtig progressiv und abwechslungsreich tönte „The Endless Pain“ und konnte doch noch ein paar Zuschauer animieren, sich der Bühne zu nähern.

Dabei überzeugte Marc am Mikrofon mit seinen gebrüllten Vocals genauso wie Miguel an seinen Keys und den cleanen Gesangparts. War das Publikum im Gegensatz zur Band eher lahm, war es doch überraschend, dass „Kusanagi“ durch rhythmisches Klatschen begleitet wurde. Die Lethargie war gebrochen, HeadbangerInnen machten sich in den ersten Reihen bemerkbar, und spätestens das „Starwars Medley“, welches auch schon im März im Vorprogramm von Obituary feistes Grinsen auf die Gesichter zauberte, setzte einen glanzvollen Schlusspunkt eines viel zu kurzen Auftritts.

Kleine Anekdote am Rande: Als Miguel der deutsche Begriff ihres Tracks „Shin-Ken“ erklärt wurde, piselte er vor Lachen fast in die Hosen. Herrliche Auswüchse der Sprachverdrehungen.

Setlist:

Death Before Dishonour
The Endless Pain
Rage Stained Blade
Kusanagi
Shin-Ken
Starwars Medley

Debauchery

Die Geschichte rund um das Berufsverbot von Debauchery-Kopf Thomas dürfte mittlerweile mehr als hinlänglich bekannt sein. Leider ohne Mädels, aber dafür herrlichst mit (Kunst)Blut beschmiert, enterte das Trio das Dong-Unterhaltungszentrum und säbelte weniger technisch als noch Persefone zuvor, und trotzdem mit riesigem Unterhaltungsfaktor. Mit „ganz bösem Posing“ wurden die ersten Tracks herausgehauen, und „Back In Blood“ kam schon fast mit Ansage, denn lautstark hatten sich einige Fans diesen Song gewünscht.

Dieses Wunschkonzert wurde von Thomas sogleich aufgegriffen, und fortan spielten Debauchery auf Zuruf. Eine Setlist hatten sie eh nicht ausliegen, also gab es auch nichts, woran sich die Band halten musste. Völlig schnörkellos mit brutal gutem Sound krachte „Blood For The Blood God“ über die Zuschauer, und das fluffige „Chainsaw Masturbation“ wurde direkt im Anschluss gewünscht und erfüllt. Dicht gedrängt standen auch hier die Fans, und ein Blick aus den Fotograben hinaus ließ auf ein unendliches Meer an Händen und Füßen blicken. Füßen? Ja sicher, denn auch hier hatten die Surfer die Oberhand gewonnen und ließen sich von den Emotionen getragen nach vorn schweben. Kurzweiliger kann diese Death Metal-Walze kaum sein. Neben dem Sympathiebonus waren Debauchery ganz sicher einer der Gewinner des zweiten Dong-Days.

Setlist:

Masters Of The Killing Art
Primordial Annihilator
Back In Blood
Blood For The Blood God
Chainsaw Masturbation
Kill Maim Burn
Death Metal Warmachine

Seite
comments powered by Disqus