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Dong Open Air 2010

Zehn Jahre “In Dong We Trust”

Raintime

Melodisch ging es in die nächste Runde, und international wurde es gleich dazu. Raintime aus Italien haben seit einigen Monaten ihr drittes Studioeisen „Psychromantic“ am Start, und dieses wollten sie auch auf dem Dong mehr als nur einmal promoten. Auf der Strecke bleiben daher jegliche Songs vom Debut. Vielleicht lag es aber auch daran, dass mit Daniele als Leadgitarrist der Posten erst seit 2009 besetzt ist.

Aber auch hier waren die Dong-Schauer in bester Feierlaune, zwar erst ein wenig zögerlich, aber spätestens ab „Flies & Lies“ headbangten die ersten Unentwegten. Mehr und mehr fraßen die Fans Raintime aus der Hand, und allzu deutlich waren dann auch Ehrbekundungen wie „Evil Handzeichen“ und wachsender Applaus. Sänger Claudio setzte seine Deutschkenntnisse effektvoll ein und umschmeichelte die Metallerseelen mit Sätzen wie „Die Leute hier sind alle nur geil“ oder „Prost, ihr Säcke“. Klar, dass zig Bierkelche sich im Bühnenlicht brachen und ein lautes „Prost, du Sack“ zurück echote. Dass Metaller nicht engstirnig sind, wie behauptet, zeigte sich durch die Textsicherheit beim Michael Jackson-Cover „Beat It“. Der Applaus brandete förmlich über die Italos hinweg und endete auch in nicht zu überhörenden Zugaberufen.

Setlist:

Fire Ants
Nothing But A Mistake
Beaten Roads
Flies & Lies
Never Ending Stairway
One Day
Rolling Chances
Beat It
Matrioska

Elvenking

Folk, Rock, Metal – Gedudel? Reichlich balladesk kamen die ebenfalls aus Italien stammenden Elvenking daher. Sicherlich, Abwechslung ist auf einem Festival wie dem Dong nicht nur groß geschrieben, sondern auch notwendig, doch wenn soviel Schmalz die Ohrgänge verstopfte, blieben auch große Fragezeichen hängen. Zwar mischten sie aus den letzten drei Studioalben ein Best Of-Programm zusammen, von powervollen Metalparts über zugekleisterte Keyboardsounds bis hin zum Akustikinferno, doch wahre Begeisterungsstürme sehen anders aus. Natürlich feierten einige „Infection“ (noch einer der besseren Tracks), doch insgesamt kam die Performance reichlich lahmarschig rüber. Begeisterung kam auf, als Skyclads Georgina die Geige schnappte und alle zusammen den Eröffnungssong der „Prince Of The Poverty Line“, nämlich „Civil War Dance“, zum 20-jährigen Geburtstag der Briten spielten.

Mit „The Cabal“ gab es einen weiteren kitschig balladesken Ausblick auf das kommende Album „Red Silent Tides“ (17. September 2010, AFM Records). Nee, da hätte mehr kommen müssen.

Setlist:

The Caravan Of Weird Figures
The Scythe
Rouse Your Dream
From Blood To Stone
Infection
The Divided Heart
Civil War Dance
The Cabal
The Winter Wake

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