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Dong Open Air 2010

Zehn Jahre “In Dong We Trust”

Rotting Christ

Hossa, da konnte man aber von Glück sagen, dass Rotting Christ auch wirklich auftreten konnten, denn der Beinbruch von Frontmann Sakis heilt nicht so wie gewünscht und sorgte auch schon für einige Absagen Anfang Juli. Seit dem 15. des siebten Monats sind aber die Helenen wieder unterwegs und überzeugten ein weiteres Mal auch auf dem Dong. Dabei kam Sakis mit Krücken auf die Bühne und platzierte sich auf einen Barhocker hinter sein Mikrofon, schnappte sich seine Gitarre, und schon ging sie los, die Dark-Black-Metal-was-auch-immer-Sause. Als Sakis kurz nachher die ersten Bilder zu Gesicht bekam, wie er so auf den Hocker sitzend auf der Klampfe rumdudelte, kommentierte er es mit einem trockenen „Kult“.

Musikalisch könnte man bemängeln, dass die Griechen den Schwerpunkt auf die letzten beiden Studioalben legten und nur mit „The Sign Of The Evil Existence“ sowie „Fgmenth, Thy Gift“ ganz tief in die Rotting Christ-Schatzkiste griffen. Ergreifend, wie hunderte Hände sich der nebligen Rotlichtbühne entgegenstreckten, wo der sitzende Frontrülpser das DOA als wohl familiärste Großfestival lobte. So knüppelten und wahlweise doomten sie sich nun „1-2-3-Scheiße“ in den komfortablen Pommesgabelrausch.

Setlist:

Intro
Aealo
Eon Aenaos
Athanatoi Este
Fire Death And Fear
King Of A Stellar War
The Sign Of Evil Existence
Fgmenth, Thy Gift
The Sign Of Prime Creation
Phobos’ Synagogue
Noctis Era
Nemecic
Threnody

Dark Tranquillity

Ganz klar Highlight des ersten Dong-Tages – ohne Frage. Das Zelt war bis auf den letzten Platz zum Bersten gefüllt. Bei spärlichem Licht mit eindeutigem Hang zum kameraunfreundlichem Rot wuchteten die Schweden mit perfektem Sound eine melodische Deathwalze nach der anderen ins Publikum. Dieses war auch zu fortgeschrittener Stunde noch in bester Feierlaune, unermüdlich tanzten die Pommesgabeln in luftigen Höhen, die Crowdsurfer schwebten im Sekundentakt nach vorn, hunderte Kehlen grölten mit unbändiger Urkraft die „Heys“ und Texte. Schade, dass durch die baulichen Gegebenheiten nur wenige in den Genuß der Projektionen kamen, die seitlich auf Bühnenhöhe ans schräge Zeltdach geworfen wurden. Ein fetter Moshpit tobte während der „Final Resistance“, unermüdlich immer wieder von Frontmann Mikael angefeuert, der ja selbst wie ein Derwisch von einer Ecke der Bühne in die nächste fegte.

Die stimmungsvolle Beleuchtung wurde mit grünen und blauen Farbtupfern augendienlich akzentuiert, mehr als 1000 Stimmbänder machten „Therein“ zu einem stimmungsvollen Zielgeradensong. Die Security hatte auch zum Schluss noch alle Hände voll zu tun, denn die letzten Surfreserven wurden auch beim finalen „Terminus“ ausgepackt. Mit dieser Vorstellung gaben die Göteborger eine herrliche Visitenkarte für die Tour im September ab.

Setlist:

At The Point Of Ignition
The Fatalist
Focus Shift
The Wonders At Your Feet
Final Resistance
Misery’s Crown
Punish My Heaven
Iridium
Shadow In Our Blood
The Lesser Faith
Dream Oblivion
Lethe
Lost To Apathy
Therein
The Grandest Accusation
Terminus (Where Death Is Most Alive)

Und somit ging ein erster harmonischer Dong-Day zu Ende, und nicht nur die Bands packten ein musikalisches Feuerwerk nach dem anderen aus, auch die Fans trugen zu einer relaxten Atmosphäre bei. Einziger Minuspunkt: Die Security im Fotograben, immerhin zuständig für den sicheren Empfang zahlreicher Crowdsurfer, beteiligte sich fleißig am Bierkonsum und hätte sicherlich im Notfall nicht mehr adäquat reagieren können. Hier muss für das nächste Jahr dringend eine Klärung bzw. Änderung her.

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