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Dong Open Air 2010

Zehn Jahre “In Dong We Trust”

Van Canto

Raka-taka-ta-ta-taka – ja genau, Van Canto waren an der Reihe. Und das proppevolle Zelt war wiederholt auf Feiern eingestellt. Fiel aber auch leicht, denn die Songauswahl der Duisburger A Cappella-Spezialisten war auf Cover eingestellt. Nach dem sie erst einmal ein paar Songs vom aktuellen Album „Tribe Of Force“ darboten, packten sie schnell ein paar gecoverte Alltime-Klassiker aus und konnten bei „Rebellion“ (ja, das Stück ist von Grave Digger) lautstarken Jubel einfangen. Sehr sympathisch, wie sie sich bei den Veranstaltern und auch beim Publikum danach bedankten, denn vor drei Jahren standen sie schon einmal auf dieser Bühne – nur damals kannte sie keine Sau. Wie sehr sich die Zeiten geändert haben, zeigte sich beim Dong am Meer der hochgereckten Pommesgabeln, der lautstarken Chorunterstützung bis hin zum Mischpult sowie den zahlreichen Überkopfseglern, die sich von der dicht gedrängten Masse in den Fotograben hieven ließen.

Als Sly sich auch noch erdreistete zu fragen, ob er denn hier in Wacken sei, wurde ihm prompt ein ohrenbetäubendes „Nein“ entgegengebrüllt. Richtig so. Van Canto machten wieder einmal richtig Spaß und sind sicherlich eine abwechslungsreiche Verstärkung für die herbstliche Blind Guardian-Tour. Aber: Draußen mehrten sich auch die Stimmen, dass die Band sich so langsam abnutzen würde. Bleibt zu hoffen, dass Van Canto auch in Zukunft im Kessel der Inspirationen heimisch bleiben.

Setlist:

Lost Forever
To Sing A Metal Song
Rebellion
One To Ten
Wishmaster
The Bard’s Song
My Voice
The Mission/Master Of Puppets

Dark Age

So gar nicht nordisch unterkühlt kamen die Hamburger Dark Age daher. Eike und Konsorten schienen so sehr von den wohlwollenden Reaktionen überrascht, dass ihnen das Grinsen wie ins Gesicht gemeißelt wurde. Dabei haben sich doch die Melodic Death Metaller in den letzten Jahren durch tolle Auftritte und starke Alben ein personalstarkes Following erarbeiten können. Und eben dieses Publikum ließ sich nicht lange bitten, riss auf Kommando bei „The Dying Art Of Recreation“ die Flossen hoch, die ersten HeadbangerInnen ließen die Haarpracht kreisen, und der Zeltabreißer „Zero“ konnte auch den ersten kleinen Dark Age-Moshpit hervorrufen.

„10 Steps To Nausea“ war dann wohl die Blaupause für einen amtlichen Moshpit, der in einer Sprungorgie bei „Outside The Inside“ ausartete. Auch wenn Frontmann und Grinsekönig Eike durch die Gitarre ans Mikrofon gefesselt war und so an seiner Bewegung gehindert wurde, schaffte es die komplette Band, die klasse Stimmung nicht nur zu halten, sondern immer noch ein Schüppchen draufzupacken. Das wohl von Rammstein inspirierte „Suicide Crew“ sorgte für einen richtig knackigen Schlusspunkt für perfekte norddeutsche Unterhaltungskünstler.

Setlist:

Seven
Fix The Focus
The Dying Art Of Recreation
Zero
10 Steps To Nausea
Outside The Inside
Zeitgeist (Ghost In A Machine)
Kingdom Nevercome
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Suicide Crew

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