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Distillator, Hitten, Axolotl im Konzert (Oer-Erkenschwick, November 2014)

Underground-Support fällt offensichtlich schwer

Viel wird darüber geredet, den Undergroundbands doch auch immer wieder ein vernünftiges Forum zu bieten, sich zu unterstützen und den manchmal so arg aufgeblähten Hypes den Rücken zuzudrehen – nur davon spürt man dann im Joe’s in Oer-Erkenschwick einmal mehr recht wenig. Gerade einmal 20 zahlende Gäste verlieren sich an diesem Donnerstagabend zum internationalen Metaltreffen, denn mit Hitten aus Spanien und Distillator aus Holland sind gleich zwei Old-School-Kapellen unterschiedlicher Subgenres ins Ruhrgebiet gekommen. Als lokaler Support sind Axolotl eingesprungen.

Axolotl

Ist es tatsächlich schon so lange her, dass die Gelsenkirchener Axolotl auf diesen Seiten vor weit über einem Jahr auftauchten? Da stellt sich natürlich schnell die Frage, was denn alles so Neues passiert ist, zumal des Debüt nun auch schon bald wieder zwei Jahre jung ist. Und wahrhaftig, die jungen Burschen befinden sich gerade im finalen Endaufnahmeprozess zum zweiten Full-Length-Eisen, da ist der heutige Abend vielleicht auch eine willkommene Abwechslung, denn Liveluft törnt einfach noch immer mehr an als der frischeste Luftzug im Studio.

Da passt es ja eigentlich, gleich auch mal ein paar mehr neue Songs aufzutischen, der einzige Haken allerdings an diesem Donnerstagabend ist, dass kaum jemand vor Ort ist, um die Qualität zu würdigen – vielleicht vier Handvoll Menschen sind einfach zu wenig für einen waschechten Knüppelabend. Und so ist die Stimmung auf der Bühne dann folgerichtig nicht ganz die beste, Frontmann Matthias ist dabei so manches mal wenig diplomatisch und deutet mit einigen zynischen Bemerkungen seinen Unmut an, da die Anwesenden leider auch noch die obligatorische, aber unsichtbare Sicherheitsmarkierung von drei Metern nicht  auflösen – so wird der Abend eher zu einem ausgedehnten Proben unter Livebedingungen. Und weil heute ja auch Gäste aus dem Ausland zugegen sind, sorgt Matthias mit seinen teilweise englischen Ansagen für reichlich Überraschung.

Egal, die Jungs machen noch das beste aus dem Abend, geben wie immer Vollgas, wobei sich Matthias nicht mehr wie in der Vergangenheit den Schädel mit seinem Mikrofon blutig kloppt, und auch Gitarrist Michael lässt heute die Whiskey-Flasche links liegen. Musikalisch gibt es natürlich bei sattem Sound eine ordentliche Melo-Death-Druckwelle, „Klassiker“ wie „Teutonic Invaders“ mischen sich mit Neugut à la „Winning Madness“ oder auch dem Titeltrack der kommenden Platte „Voices Of Luna“ – Runde Sache, wobei als Makel nur hängen bleibt, dass die Dreiviertelstunde flugs auch schon wieder vorbei ist.

Setlist:

The Essence Of Freedom
Your Own Psycho
Teutonic Invaders
Warriors Of 1000 Fires
Winning Madness
Prossekturian Dawn
Voices Of Luna

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