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Dipsomania, Provocation, Cage im Konzert (Dorsten, September 2013)

Veteranentreffen zur Jubiläumsfeier

Mal sehen, ob es bei dieser einen Show von Provocation bleibt

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Na, wenn das mal kein Grund ist, nach Dorsten zu düsen und an einer Jubiläumsfeier teilzunehmen. Zwar kann man nun nicht gerade sagen, dass die Death-Thrasher Dipsomania häufig auftreten oder nachhaltig die Szene geprägt haben, und wenn dann höchstens im Dorstener Raum, aber 25 Jahre wollen auch erst einmal geschultert werden. Der Generationen übergreifende Abend verspricht aber darüber hinaus noch einige andere Überraschungen, denn nur für diesen Abend reformieren sich die Death-Grinder Provocation, was auch auf den Opener Cage (Ger) zutrifft, der heute auch mit dem Tony Gorilla-Frontmann auftreten (muss), da der Originalsänger verhindert ist – kein Problem, drei Wochen haben gereicht, um sich auch textsicher auf den Abend vorzubereiten. So entsteht eine einmalige Sache, dazu noch gelungen, was einen perfekten Einstieg in den Abend darstellt, auch wenn die Anwesenden noch etwas verhalten sind, dafür aber schon mehr als reichlich die dosigen Überbleibsel vom Dorstival aufgebraucht haben.

Provocation

Halb Tacheless – namentlich wäre dass Gitarrist Tim sowie die beiden „Vokalakrobaten“ Peter und Mandi - sind dort auf der Bühne, der quasi Vorgänger Provocation steht aber jetzt im Rampenlicht. Auch sie haben sich extra für diesen Abend reformiert, wobei man das so sicherlich nicht stehen lassen kann, scheinen doch einige im Bandgefüge Blut geleckt zu haben. So wird es also vielleicht in die Provocation-Verlängerung gehen, auch wenn die Aussagen zwischen „warum, mit Tacheless spielen wir ja auch Provovation-Songs“ bis hin zu „mal sehen“ pendeln - abwarten also.

Nun aber wird erst dieser Death-Grind-Batzen-Abend in den Fokus gerückt, denn schon nach dem Opener „Hate-Song“ können sich die Marler einen ersten fetten Applaus abholen. Die Fans scheinen eh jetzt mehr aus dem Kreuz zu kommen, schließlich treffen hier Freunde auf Freunde, man kennt sich halt, was schnell auf eine geschlossene Ex-(Szene) in Dorsten schließen lässt. Vor „Pointles, Passing Thoughts“ gehen erst einmal schön Grüße nach Milwaukie raus, vor „Waiting For A New Day“ (der übrigens auch regelmäßig von Tacheless gecovert wird; Anm. d. Red.) kommen nach einiger Zeit „Schneller, wir wollen Blut sehen“-Rufe auf – nun ja, bis auf ein paar harmlose Schubsereien passiert dann doch zu wenig im Publikum, als dass man sich Sorgen machen müsste. Tückisch ist da nur der glatte Boden, der wegen diverser Flüssigkeiten des Öfteren zu Rutschpartien einlädt.

„Kack drauf“, meint Gitarrist Tim, als „Self Destroy“ zu Ehren von Auge und Josh gespielt wird, wobei Provocation ohne Bass auskommen müssen, hat Rob es mit seiner aggressiven Spielweise doch locker geschafft, eine Saite zu schreddern, bei „Reflections“ kommt dann der erste Zwei-Mann-Pit auf, ebbt aber schnell wieder ab, während bei „Borderline Retard“ sogar ein erster Fan zum Stagedive ansetzt – da aber so gut wie keiner direkt vor der Bühne steht, wird daraus dann lediglich ein leichter Hüpfer.

Da sind wir dann aber auch schon bei der Zugabe, die vielleicht ein wenig zu zaghaft eingefordert wird – so ist es halt, wenn die Mischung im Publikum zugunsten von Freunden und nicht unbedingt beinharten Supporten besteht. Gleich vier Songs legen Provocation nach, wobei sie in Ermangelung weiter eingeprobter Songs noch „Like Flames“ und „Pointless, Passing Thoughts“ erneut spielen. Die Fans fordern einen Circle Pit, die Band wünscht sich eine Wall of Death, beides kommt aber nicht zustande. Trotzdem ist es ein geiler und kurzweiliger Gig, der dann hoffentlich nicht doch der erstletzte ist, zumal sie mit „A Little Rebellion (At Last)“ sogar einen neuen Song vorgestellt haben.

Setlist:

  • Hate-Song
  • Now Betrayed
  • Like Flames
  • Hate-Song Pt. 2
  • Pointless, Passing Thougths
  • Waiting For A New Day
  • Self Destroy
  • Breathless
  • Reflections
  • Enter The Scumzone
  • ----------------------------
  • A Little Rebellion (At Last)
  • Borderline Retard
  • Like Flames
  • Pointless, Passing Thoughts
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