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Die Skeptiker, Die Kellerratten, Brainless im Konzert (Dresden, November 2013)

Meer von Punk

Es ist Allerheiligen und zugleich der vorletzte Tour-Tag von Die Skeptiker. Damit ist auch allen Besuchern des Club Puschkin klar, dass es wohl kein besinnlicher, geschweige denn ruhiger Abend wird. Noch bevor sich die Tore des Clubs überhaupt öffnen, deutet die bunte Meute von Dresdnern an, dass hier eine ganz eigene Feier stattfinden wird, bei der mit einem zahlreichen Erscheinen von Besuchern zu rechnen ist.

Brainless

Bevor es aber mit Die Skeptiker „Aufsteh’n“ heißt, betritt die erste Band des Abends die Bühne: Brainless sind am Zuge und dies ist nach eigenen Angaben Rock und Punk aus dem Sachsenland. Die eigene Definition ist ebenso allumfassend, wie auch richtig.

Mit „Brainless“ starten die Dresdner und der eben noch so nervös umhertigernde Schlagzeuger Robert scheint sich auch das letzte Lampenfieber sofort von der Seele brüllen zu wollen. Diesen ersten „Aha“-Effekt bekommen zwar nicht allzu viele Besucher mit, da sich die meisten noch an der Theke aufhalten, die Anwesenden scheinen aber durchaus vom Einstieg angetan und lassen sich auf das erste Mitwippen ein. Erfreuen können sich die Zuschauer an einem hohen Spaßfaktor, der von der Band ausgeht. Ständig zwischen partymäßigem Frohsinn und schwarzen Humor pendelnd, zeigen die Sachsen allerdings deutlich mehr Niveau als es ihr Bandname hergibt. Nach „Nebel“ ist es eine extra Portion von Happiness, die in Form eines Eimers Konfetti umherschwebt und so mancher wartet tatsächlich auf ein romantisches Liebeslied, als sich Bassist HaZe auf dem Hocker zur Ruhe setzt. Die erwartete Ruhe ist allerdings nur Sekunden von Dauer und mit „Das Mädchen namens Rüdiger“ läuft die Punkmaschinerie wieder auf Volltouren.

Dass Brainless auch ganz anders können, beweisen sie mit „Brauner Mob“ und bringen hier einen Anti-Nazis-Song unters Publikum. Ähnlich ernst ist auch „Großer Bruder“, das sich dem Thema Spionage widmet. Eine Umfrage zum Thema Frei.Wild wird gestartet, bei der sich aber eine diskrete Zurückhaltung im weiten Rund breitmacht. Dafür wird der damit eingeläutete Song „Frei und wild“ umso besser aufgenommen.

So zackig und schnell ihre Lieder, so schnell ist auch das Konzert vorbei. Brainless bieten einen gelungenen Einstieg in den Abend. Dass ihnen keine noch größere Begeisterung entgegenschlägt, ist wohl vor allem dem Umstand geschuldet, dass Sänger und Schlagzeuger Robert am hinteren Bühnenrand fast nicht wahrnehmbar ist. So verpufft ein großer Teil des erzeugten Drucks und zusätzlich ist der Sound nicht besonders abgestimmt, sodass er auch kaum zu verstehen ist. Schade für das Trio, welches sich durchaus zu verkaufen weiß.

Setlist:

Brainless
Neues Lied
Der Mond, die Sterne und das Meer
Brauner Mob
S.D.P.R.S.
Nebel
Das Mädchen namens Rüdiger
Erwin
Großer Bruder
Frei und wild
Lebenselixier
Tschüssikowski

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