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Die Happy, Greg Holden im Konzert (Bochum, April 2011)

Die Happy zeigen akustisch ihr ganzes Potential

Greg Holden: A Scottishman from New York City

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Es ist 18 Uhr mitten im Ruhrgebiet. Vor einer Kirche stehen Menschen Schlange. Junge Menschen. An einem Samstagabend, an dem Dieter Bohlen noch um Zuschauerzahlen für seine Popklone buhlen wird. Dieses seltsame Phänomen ereignete sich in Bochum vor der evangelischen Christuskirche, doch nicht das Wort Gottes rief die Publikumsscharen herbei, sondern Die Happy auf ihrer Akustiktour.

Eine Stunde später öffnet sich die Pforte und wie wahrscheinlich vor kaum einem Rockkonzert geht es ohne Gedränge in das Gotteshaus. Artig setzen sich die zumeist weiblichen Jugendlichen auf die Holzbänke - Bibeln liegen heute keine aus, dafür ist der Altarraum umgestaltet und bietet eine beinahe burlesque Ausstattung. Drei überdimensionale Lampenschirme schmücken die Bühne und mehrere rote Hocker und passende Beistelltischchen weisen darauf hin, dass die Predigt heute wohl ausfällt.

Greg Holden

Um 20 Uhr betritt Die-Happy-Gitarrist Thorsten die Bühne und kündigt den Support-Künstler Greg Holden an. Dieser betritt dann auch, allein mit seiner Gitarre, sichtlich nervös die Bühne. Zwei Scheinwerfer beleuchten ihn, sodass die Aufregung sichtlich und hörbar wächst. Doch nach der ersten Zeile hat sich der „Scottishman from New York City“ derart in seine Musik gefunden, dass von Aufregung und Nervosität nichts mehr zu sehen ist. Es ist Greg Holdens erste Tour in Deutschland, die er nun als Support von Die Happy vor sich hat. Noch ist nicht einmal eine CD zu haben, da diese erst am 31. Mai erscheinen wird, natürlich aber hat er sie im Gepäck und sie kann vor Ort schon gekauft werden; eine Gelegenheit, die im Anschluss an seine Darbietung auch einige Zuschauer nutzen. Das ist nicht verwunderlich, denn Greg Holden berührt mit seiner samtweichen Stimme und seinem ruhigen, unaufgeregten Gesang, und wer von den über 18-Jährigen bis dahin noch kein Bier in der Hand hält, der fühlt nun den innerlichen Drang, das schleunigst zu ändern.

Nach dem ersten Song stellt sich Greg dem Publikum vor - auf Deutsch. Dazu holt er einen gelben Zettel aus der Hosentasche und liest genau ab. Anschließend weiß jeder der Anwesenden immerhin, dass der Mann Greg Holden heißt, aus New City kommt und leider kein Deutsch spricht. Die Sympathien hat er damit absolut gewonnen; seine Songs tun ihr Übriges: Lieder wie „As Far As I Can“ oder das Stück um den altbekannten „American Dream“ kommen direkt im Herzen des Publikums an. Greg ist begeistert von der Atmosphäre und erfreut sich daran, in einer Kirche gleich Bier kaufen zu können.

Den letzten Song "Bar On A" nutzt Greg zur Interaktion mit dem Publikum und lehrt dieses den Refrain. Erst als der Großteil die Lyrics verinnerlicht hat, ist er zufrieden und stimmt den Song an. Mit den Zeilen “It makes no difference what city I’m in. The drinks cost the same and they do the same thing. I know it won’t stop till I start up again. But I’ve got no intention of getting up out of this bed” verlässt Greg unter tosendem Applaus die Bühne.

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