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Die Apokalyptischen Reiter & Motorowl im Konzert (Dresden, Oktober 2017)

Die Reiter-Mania greift um sich

Eine gefühlte Ewigkeit haben sich Die Apokalyptischen Reiter zurückgezogen; dass diese nur ungefähr so lange dauerte wie das Einspielen eines neuen Albums bei anderen Bands, sei mal dahingestellt, zumal die Thüringer im August mit ihrer neuen Scheibe „Der Rote Reiter“ eindrucksvoll ihre Rückkehr vermeldeten. Doch bevor sich der Alte Schlachthof in Rot färbt, schicken die Reiter Gäste ins Rennen, die durchaus schon auf ein wohl gefülltes Haus schauen können:

Motorowl

geben sich die Ehre und mit ihnen kommt eine Mischung auf die Bühne, die im Großen und Ganzen erstmal verdaut werden muss. Der abgefahrene Mix aus Doom, Psychedelic und Stoner-Rock muss bei den meisten Anwesenden doch erstmal sacken, so wundert es nicht wirklich, dass beim noisigen Einstieg nicht unbedingt gleich jeder in absolute Euphorie verfällt. Man wechselt zwischen schleppend ruhigen Momenten, um dann wieder volle Breitseite zu geben und sich in sphärisch ausladenden Passagen auszutoben.

So ungefähr stellt es sich auch auf der Bühne dar, während sich Bass und Gitarre eher zurückhaltend geben und lieber unter ihrer Matte verstecken, agieren Keyboarder und Drummer eher so, als wollten sie gleich den kompletten Saal zerlegen, was besonders bei „Atlas“ hervorsticht. Fronter Max passt sich hier als optimales Bindeglied ein, der irgendwie von beiden Seiten gut beisteuert, zudem verfügt er über eine kräftige Stimme, die den Stücken zusätzlich an Glanz verleiht. Während das eben benannte „Atlas“ zwischen ruhigen Momenten und totaler Ekstase umhertaumelt, bewegt sich „Beloved Whale“ fast komplett in gemäßigten Gefilden, selbst wenn das Schlagzeug im Mittelteil anständig Kraft verleiht.

„Old Man’s Maze“ überzeugt mit sphärischen Klängen und gutem Drive, was wiederum zu einem ordentlichen Applaus anregt. Das nachfolgende „Dankeschön“ wird hingehaucht und will man Motorowl überhaupt etwas vorwerfen, ist es genau diese Zurückhaltung, die sie zwischen den Stücken zu Tage treten lassen. Dafür kommt „Highest City“ wieder kraftvoll um die Ecke, bevor die Thüringer den letzten Song „Norma Jean“ ankündigen, welcher gegenüber seinen Vorgängern eher wehmütig und klagend wirkt. Schwermütig reagieren die Zuschauer hingegen nicht, sondern spendieren einen kräftigen Applaus für den Fünfer, der den Abend definitiv bereicherte.

Setlist:

Intro
OM Generator
White Horse
Spiritual Healing
Atlas
Beloved Whale
Old Man’s Maze
The Highest City
Norma Jean

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