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Diary of Dreams, dAVOS im Konzert (Duisburg, November 2010)

Gänsehaut in der Grotte
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Diary of Dreams

Endlich, um 21.45 Uhr sind die Umbauarbeiten erledigt, die Instrumente gestimmt und die Mikrofone aufgedreht: Diary Of Dreams betreten die Bühne. Adrian Hates betritt mit Gitarre die Bühne, statt D.N.S. verschwindet aber jemand anderes hinterm Schlagzeug , der Bass hat mit Flex seinen Meister gefunden und die Gitarre mit Gaun:A. Die Fans brechen schon während des Intros in Jubel aus und schon an dieser frühen Stelle ist klar, dass es ein fantastischer Abend werden wird und dies wird sich am Ende absolut bewahrheiten. Nach dem „Intro“ erklingen die Töne von „Nekrolog 43“ und hier wird das zweite klar: Adrian muss heute nicht alleine singen, das Publikum wird Zeile für Zeile mitsingen. Die Band steht etwa 1,50m über den Fans und kann so das Treiben unten hervorragend genießen; die Stimmung in der Grotte ist absolut fantastisch, und Diary Of Dreams sind ebenfalls fantastisch drauf. Die Kommunikation unter den Bandmitgliedern ist gut und es macht Spaß, diesem Treiben zuzusehen. Es ist als, wenn Diary Of Dreams nach Hause gekommen wären, sie spielen, als wäre dies ihr einziges Konzert und genau das ist das, was dem Publikum gefällt. Adrian Hates schafft es, jedem Einzelnen in der Grotte zu sagen: ich bin für dich da. Schon mit dem vierten Song wird „Echo In Me“ angespielt, der Song, der zum einen der Tour seinen Namen lieh, zum anderen aber ein neuer Song des im neuen Jahr erscheinenden Albums ist. Adrian kündigt diesen Song, der seit dem 11. November zum Download verfügbar ist, mit den Worten an: „Ich hoffe, ihr alle habt den schon fleißig herunter geladen!“ Denn das Interessante daran ist: Jeder, der diesen Song direkt auf der Homepage von Diary Of Dreams herunterlädt, bestimmt selber, was er dafür bezahlen möchte. Und bei den vielen Kehlen, die auch diesen Song Wort für Wort mitsingen, wird deutlich, dass er sehr wohl schon zahlreich heruntergeladen wurde. „Echo In Me“ verspricht schon jetzt, dass das neue Album ein Erfolg werden wird.

Aber Diary Of Dreams wären nicht Diary Of Dreams, wenn sie für ihre Fans nicht noch viel mehr Neues mitgebracht hätten. Insgesamt spielen Diary Of Dreams an diesem Abend vier neue Songs und auch „Splinter“ und die anderen überzeugen hundertprozentig. Als Adrian dann nach 18 Songs ankündigt, dies wäre nun der erste Streich und die Bühne samt Bandmitglieder verlässt, wird es für Sekundenbruchteile still in der Grotte, aber nur um dann in großem Geschrei nach einer Zugabe zu enden. Und wie es sein soll betreten Diary Of Dreams wieder die Bühne, Adrian und Gaun:A ausgerüstet mit Akustikgitarren. Und mit einem diebischen Lächeln sagt Adrian, das sei nun der akustische Teil, nur um dann von Flex und der Elektronik einer Lüge bestraft zu werden. Adrians Gitarre scheint sich aber gegen ihn verschworen zu haben, bzw. eher das Kabel, denn dieses ermöglicht lediglich das Schweigen der Gitarre. Mit viel Humor wird die Panne entgegen genommen. Flex, Gaun:A und Adrian haben sichtlich Spaß und schnell ist ein neues Kabel arretiert und das Akustik-Set beginnt mit „ O’ Brother Sleep“. Es ist eine ganz wunderschöne Version, das Publikum hält das erste Mal an diesem Abend tatsächlich den Atem an und hängt komplett an Adrians Lippen. Diary Of Dreams verzaubern Duisburg, das Schloss in komplett in deren Händen und die Hoffnung, dass dieser Abend niemals zu Ende gehen wird, ist spürbar, beinahe greifbar in der Luft der Grotte. Was dem Fass aber dann dem Boden ausschlägt, ist die akustische Version von „Traumtänzer“ - erst ist das Publikum sprachlos, aber nur um Luft zu holen, um dann lauthals mitzusingen und auch die, die vorher nicht gesungen haben, können nun gar nicht anders. Die Atmosphäre ist unglaublich schön, mit bloßen Worten nicht zu beschreiben.

Wieder verlassen Diary Of Dreams die Bühne und erneut kommen sie wieder. Das Publikum soll, bevor es den Merch-Stand stürmt, noch vier weitere Songs auf die Ohren bekommen. Und an diesem Abend werden viele Stimmen laut, morgen den Zug zu nehmen, um dann auch in Hamburg dabei sein zu können. Und es ist sicher, dass dies nicht nur leere Worte sind. Diary Of Dreams überzeugen und keiner, der hier in der Grotte anwesend ist, wird diesen Abend so schnell wieder vergessen.

Setlist:

Intro
Nekrolog 43
The Wedding
Echo In Me
Odyssey Asylum
hypo)crypticK(al
Splinter
King of Nowhere
Choir Hotel
Immerdar
The Darkest Of All Hours
UnWanted?
Undividable
21 Grams Of Nothing
The Chain
The Plague
Chemicals
Kindrom

O’ Brother Sleep
The Curse
Giftraum
Traumtänzer

MenschFeind
Soul Stripper

She And Her Darkness

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