Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Diablo, Face Down Hero im Konzert (Oktober 2009)

Insgesamt hat dieser deutsch-finnische Abend richtig Spaß gemacht
Zum Thema

 

Diablo

Die Bühne wurde in blaues Licht getaucht und die Klänge des Intros ertönten. Zu der Zuschauermenge muss zudem noch gesagt werden, dass die vor Einlass auf der Stirn aufgetretenen Sorgenfalten sich wieder wie durch Zauberhand glätteten, hatten zum Beginn des Sets der Finnen doch noch 50 bis 60 Nasen ihren Weg vor die kleine Bühne der Matrix gefunden. Es hätten zwar gerne mehr sein können, aber was will man machen? Das beste aus der Situation, wäre hier die angebrachteste Antwort und ich war schon gespannt, wie Diablo-Fronter Rainer Nygard heute Abend gelaunt sein würde, hatte ich ihn doch zuerst 2006 auf der Berliner Popkomm und ein Jahr später auf der Tour mit Tarot livehaftig in eher suboptimaler Stimmung erlebt. Viele Erwartungen also, die sich hoffentlich ins Positive wenden würden an diesem Abend.

Wie schon erwähnt, wurde die Bühne während des Intros in blaues Licht getaucht, was an sich schon eine tolle Stimmung erzeugte. Hinzu kamen dann noch die Nebelmaschinen, die – glücklicherweise in moderater Menge – zum Einsatz kamen. Ein toller Start in den Gig der Finnen. Als die Musiker dann schließlich die Bühne enterten, fragte Rainer als erstes: „Okay, are you ready to rock?“ Als Antwort bekam er dann aus recht vielen Kehlen „Hey, hey!“ entgegen geschleudert.

Bereits beim zweiten gespielten Stück „Mimic47“, bei dessen Texten sich erstaunlich viele Fans als äußerst textsicher zeigten, waren die vier Finnen bereits vollends drauf und dran, die Meute auf deren Seite zu ziehen. Obwohl die Publikumsdichte auch ruhig höher hätte ausfallen dürfen, machten diejenigen, die in der langgezogenen Location Diablo live spielen sehen wollten, richtig Dampf. Es liefen auch nicht wenige Leute mit Bandshirts rum. Sogar die finnische Weise, die gegen Ende des Stückes eingespielt wurde, traf bei den Anwesenden auf fruchtbaren Boden, will heißen: wurde leidenschaftlich mitgesungen. Ob dies jetzt allerdings in einwandfreier finnischer Sprache geschah, kann ich nicht bestätigen. Spielte aber auch eine eher untergeordnete Rolle, denn die Stimmung war, gemessen an der Zuschauermenge, wirklich prächtig. 

Immer wieder initiierten die Fans selbständig „Hey, hey“-Salven oder befolgten die von der Band geforderten Rufe auf dem Fuße. Vor dem erstklassigen „Damien“ meinte Rainer „God is good, but Satan is better!“ Dass da die Stimmung weiter hoch kochte, muss ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen. Erwähnenswert aber war, dass Rainer in Sachen Interaktion mit dem Publikum in den letzten zwei Jahren, seit ich ihn das letzte Mal live gesehen habe, richtig an sich gearbeitet hat, denn er wirkte recht beschwingt und es schien ihm Spaß zu machen, mit den Fans seine Späßchen zu treiben. Als Beweis hierfür kann ich den Moment anführen, als er die Fans fragte: „ Are you ready and willing?“ oder auch die paar Male, wo er zusammen mit Marko poste. Die Party war in vollem Gange, es machte richtig Spaß, im Publikumsraum seine Mähne zu schütteln. Das Einzige, was es zu bemängeln gab, war hier wie auch zuvor bei Face Down Hero der Sound, der sich als recht undifferenziert darstellte. Aber auch der schaffte es nicht, die super Stimmung vor und auch auf der Bühne in irgendeiner Weise zu schmälern. Die Fans zettelten weiterhin von selbst immer wieder „Hey, hey“- Rufe an, die von sehr vielen Leuten auch mitgemacht wurden; auch in dem Moment, wo Rainer kurz von der Bühne verschwand, nur um dann mit einer neuen Axt sofort wieder zu kommen.

Seite
comments powered by Disqus

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging