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DevilDriver, Behemoth, Scar Symmetry, Arsis im Konzert (Bochum, Neckbreaker's Ball)

Wer ist denn nun der Headliner?

Interagierte großzügig mit dem Publikum: Dez Fafara von DevilDriver

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Behemoth

Vor zwei Tagen in Köln musste der Auftritt von DevilDriver wegen einer Erkrankung von Sänger Dez Fafara ausfallen, so dass Behemoth kurzerhand die Aufgabe des Headliners übernommen hatten. Da viele der Anwesenden damit gerechnet hatten, dass Behemoth die Position des Headliners der Neckbreaker’s Ball Tour übernehmen würden, war die Überraschung groß, als anstelle der erwarteten Amerikaner nach einer recht langen Umbaupause nun plötzlich düster geschminkte Gestalten die Bühne betraten. Sollten DevilDriver etwa auch in Bochum nicht spielen können? Doch, das sollten sie noch. Die Irritation war dennoch groß, aber immerhin passt diese Gefühlslage bestens zu dem perfiden Chaos, dass Behemoth nun anrichten sollten.

Als die vier Schatten im blauen Nebel langsam Gestalt annahmen, ertönten auch schon die ersten Klänge von „Ov Fire And The Void“ vom aktuellen Album Evangelion, zu dem die Band auch ein Video veröffentlichte. YouTube antwortete darauf mit Verbannung, Bochum mit Begeisterung und fliegenden Haaren.

Viele hatten sich allein für Behemoth auf den Weg in die Matrix gemacht, einer der Fotografen war extra aus dem Heimatland der Band angereist. Und dass das durchaus lohnenswert erschien, zeigten die Polen mit einer Setlist, die fast alle Wünsche befriedigte. Mit „Demigod“ und „Shemhamforash“ ging es weiter, und Herr Nergal und seine Mannen posten, was das Zeug hielt – und zwar genauso bitterböse wie es bei einer Band dieser Ausrichtung und dieses Genres sein muss.

Wortkarg präsentierten sich Behemoth. „Conquer All“ und „Lam“ führten weiter durch das 60-minütige Best-Of-Programm, bevor „As Above so Below“ die jetzt gut gefüllte Matrix einmal mehr dem Erdboden gleichmachte. Das energetische Performance, welche die Band auf die Bretter legte, zeigte einerseits, wie groß diese Band inzwischen wirklich ist, und bestätigte andererseits zusammen mit den euphorischen Publikumsreaktionen, dass die Vier eindeutig eine der besten Live-Bands der extremsten Metal-Spielarten bilden.

Mit „Slaves Shall Serve“ und „At The Left Hand Ov God“ wurden gleich zwei weitere Highlight ins Publikum gefeuert, die das Publikum dankbar annahm. Wer waren nochmal DevilDriver? Achja, der eigentliche Headliner des Abends.

Der sehr gut abgemischte Sound ließ kaum Wünsche offen und nachdem Behemoth ihren Auftritt nach weiteren Songs wie „Alas, Lord Is Upon Me“ oder „Chant For Ezkaton“ und einem beeindruckenden Drumsolo, in dem Schlagzeuger Inferno seinem Namen alle Ehre machte, ausklingen ließen, verließen sie plötzlich die Bühne – natürlich ohne eine Verabschiedung.

Als die Lichter angingen, herrschte Aufbruchsstimmung. Die ersten Reihen tauschten sich weitestgehend aus, einige gingen sogar nach Hause. Leerer schien es aber dennoch nicht zu werden – ganz im Gegenteil.

Setlist:

Ov Fire And The Void
Demigod
Shemhamforash
Conquer All
Lam
As Above So Below
Slaves Shall Serve
At The Left Hand Ov God
Alas, Lord Is Upon Me
Decade Ov Therion
Chant For Ezkaton
Lucifer

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