Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

DevilDriver, Behemoth, Scar Symmetry, Arsis im Konzert (Bochum, Neckbreaker's Ball)

Wer ist denn nun der Headliner?

Scar Symmetry boten mit gleich zwei Sängern eine gute Show

Zum Thema

 Ein interessantes Bandaufgebot lieferte die Neckbreaker’s Ball-Tour: DevilDriver, Behemoth, Scar Symmetry und Arsis betouren seit Ende Oktober ganz Europa, legen zehn Zwischenstopps in Deutschland ein, davon zwei in Nordrhein-Westfalen und einer in der Bochumer Matrix.

Die war am 30. Oktober gut besucht, das abwechslungsreiche Bandaufgebot und die gemütliche Atmosphäre der Matrix sprechen schließlich für sich. Die Auswahl der vier Formationen – auf den ersten Blick tatsächlich etwas heterogen - stellte sich als gerade noch stimmig genug heraus, um den meisten Besuchern Spaß am ganzen Lineup zu garantieren. Da ist man von Kombinationen wie etwa im Frühjahr Kreator, Caliban und Eluveitie Schlimmeres gewohnt.

Arsis

Dementsprechend war die Matrix schon bei Arsis zwar etwas lückenhaft, aber dennoch überdurchschnittlich gut gefüllt, dafür, dass hier der Opener am Werk war. Tatsächlich agierte das Vierergespann aus Virginia Beach so professionell wie man es auch von Headlinern einer solchen Tour gewohnt ist. Sich die Bühne mit großen Namen der Metal-Szene zu teilen, ist Arsis ohnehin gut bekannt: Noch Ende letzten Jahres etwa konnten eine Menge Zuschauer im Rahmen der Metalfest Tour von Morbid Angel, Kataklysm, Marduk, Aborted und Keep Of Kalessin gewonnen werden. Und auch diesmal nahm man keine Gefangenen.

Die Mischung aus Death- und Thrash-Metal zündete von der ersten Minute an ordentlich und schoss jeder Menge Zuschauer schon beim ersten Song bis in die Haarspitzen. Der Sound stellte sich als so differenziert heraus, dass das beachtliche musikalische Niveau, auf dem sich die Band bewegt, zu jeder Zeit zu spüren war. Druckvolle Blastbeats garnieren die Vier mit Melodien, die sich auch in Schweden nicht schlecht machen würden, und bedienen sich Riffs, die alles andere als altbacken klingen. Irgendwo zwischen Moderne und Old School, zwischen Chaos und durchdachten Harmonien bewegte man sich auch in Bochum und unterstrich die Musik mit einer Show, die gleichsam routiniert und dennoch motiviert wirkte. Die Band jedenfalls schien in Topverfassung zu sein und Sänger James Malone brüllte ins Mirko, dass es eine Freude war, ihm dabei zuzusehen, während der Rest der Band stilvoll die Rübe kreisen ließ. Die angesteckten Besucher zeigten lautstark, dass Arsis eine ganz große Nummer zu werden versprechen – und gerade durch Nuclear Blast im Rücken stehen die Chancen gar nicht schlecht, dass wir bald noch mehr von der amerikanischen Ostküste hören werden.

Das letzte Album nahmen Arsis 2008 auf, der Auftritt allerdings machte den Mund wässrig auf das, was da noch kommen mag. Gerade weil die 35 Minuten, die der Band zur Verfügung standen, im Prinzip viel zu kurz waren.

Seite
comments powered by Disqus