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Deus Inversus & The Dawn Razor im Konzert (Essen, April 2018)

Death-Metal-Underground-Dienstag

The Dawn Razor beim einzigen Zwischenhalt in Deutschland auf ihrer kleinen Tour

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Der Underground tut sich schwer, den Underground zu unterstützen, da ist es gleich, ob eine Metal-Show dieses Mal an einem Dienstag oder wie sonst eher am Metal-Mittwoch im Essener Don't Panic stattfindet. Der „normale“ Metaller hört halt nur bedingt, was er nicht kennt. Jeder mag seine ganz individuellen Gründe haben, den Bands aus der zweiten und dritten Reihe wird es weiterhin schwer fallen, bei den ganzen Konkurrenzveranstaltungen auch an einem typischen Wochenende im Pott sich überhaupt Gehör zu verschaffen. Zehn Euro werden an der Abendkasse auch aufgerufen, was schlussendlich vielleicht 25 Gäste bereit sind zu bezahlen. Leider fallen auch Moment Of Detonation dieser Berichterstattung aus beruflichen Gründen zum Opfer – das war schon im Vorfeld klar. Genauso mussten auch im Vorfeld Phobiatic aus Krankheitsgründen absagen, weswegen sich das heutige Billing auf drei Bands reduziert.

The Dawn Razor

Steigen wir also ein mit den noch völlig unbekannten Franzosen The Dawn Razor aus der Hauptstadt Paris, die vor gut sechs Wochen mit „Renaissances“ ihr Debütalbum veröffentlichten und natürlich darauf brennen, auch im Ruhrpott sich und die Songs vorzustellen, doch die Erwartungen werden eben herbe gedämpft, denn viel mehr los als beim heutigen Opener ist nun leider auch nicht. Schade, dass sich einige der Anwesenden dann doch noch lieber draußen beim Bierchen vergnügen und erst zum letzten Drittel der Show hereinspazieren – da ist ihnen doch eine sehr strange und gelungene Mischung entgangen.

Welches Genre The Dawn Razor genau bedienen, darüber wird dann auch anschließend in der Umbaupause reichlich diskutiert, wobei man sich eben auf eine Mischung aus Death Metal und reichlich Thrash Metal einigt, der Bierlaune geschuldet mag das „Tüdelü“ als Prise noch beigemengt werden. Einig sind sich die Anwesenden, dass man den Franzmännern allein schon deswegen Respekt zollen darf, dass sie ein paar sehr ungewöhnliche Soli einbauen, die trotz nur einer Klampfe herrlich funktionieren, wobei auch die sanfte Proganmischung aus der Drumabteilung einen nicht unwesentlichen Anteil daran hat.

Eher kauzig dann die Ansagen, die Frontmann Sylvain, der auch noch bei Blackout aktiv ist, komplett auf gebrochenem Deutsch mit deutlich französischer Färbung durchzieht – bei der Vorstellung hätte man das vielleicht noch auf dem Schirm haben können, dass er das aber in letzter Konsequenz durchzieht, fordert ein radebrechendes „Hut ab“ ein. „Wir haben sogar ein Lied auf deutsch für euch“, so die Ansage zu „Der Jäger“ und das kurz danach gespielte Gitarrensolo wird leider durch zahlreiche Rückkopplungen getrübt.

„Meine Freunde, vielen Dank...“ so seine weltumspannende kurze Dankesrede mit lobenden Worten an Moment Of Detonation sowie Deus Inversus und mit „Terminal Decadence“ sind wir schon im Showfinale, dabei steht dort auf der Setlist mit „Weapon Dealers“ noch eine weitere, leider heute nicht gespielte Nummer. Herzlicher Applaus für das Trio, mehr ist heute nicht drin.

Setlist:

Lisboa 1755
Hekla Mountain
Der Jäger
Ominous
Guitarsolo
Childish Whims
Fake Paranoia
Half Dead Half Reborn
Terminal Decadence

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