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Destruction, Flotsam & Jetsam, Enforcer und Nervosa im Konzert (Bochum, September 2016)

Matrix under attack

Ein laues Sommerlüftchen windet sich über den Parkplatz vor der Bochumer Matrix, ein paar erste Fans mischen sich schon früh unter die SupermarkteinkäuferInnen, plötzlich rennt dort auch Schmier mit Einkaufstüten unter dem Arm durch die Gegend, einige MuckerInnen der anderen Bands lassen sich draußen blicken – eine entspannte Atmosphäre allemal, die nicht erahnen lässt, dass gleich in der Matrix selbst ein Thrashinferno über alle Fans hinweg fegen wird – eine Mischung aus provinziell, Fan-nah und Apokalypse. Schade nur, dass es schlussendlich höchstens 250 Fans diesen Dienstagabend in den Bochumer Club verschlagen hat.

Nervosa

Letztes Jahr auf dem Headbangers Open Air 2015 war vielleicht die halbe angetretene Metallerschaft schon mittags um 12 Uhr den drei Brasilianerinnen fast schon in Liebe verfallen und auch heute dürfte sich der eine oder andere nicht nur erstaunt die Ohren vor lauter Thrash Metal reiben, sondern gleich mal ein Funkeln in den Augen verspüren – das Trio Nervosa eröffnet auf der Tour und liefert hier in Bochum gleich mal ein ordentliches Brett ab, welches allerdings im hinteren Bereich zu leise, dafür aber sehr sauber aus den Boxen wabert.

Und wie man die Mädels halt schon kennt, so gehen sie auch hier recht unbedarft ans Werk, Gitarristin Prika ist da eher zurückhaltend und wird erst im letzten Drittel des Auftritts lockerer, Bassistin Fernanda aber ist wohl der Blickpunkt des Abends, immer wieder in wilden Posen und mit weit aufgerissenem Maul sorgt sie für erhöhten Unterhaltungswert. Gastdrummerin Samantha sieht man dagegen nicht, nur die prallen Drumhiebe wuchten sich ihre Bahn durch den dichten Nebel.

Ihre Spielzeit nutzen die Drei natürlich nicht nur, um das neue Material vom zweiten Longplayer „Agony“ unters Volk zu hebeln, sondern auch mit Tracks des Debüts „Victim Of Youself“ aufzufüllen, Fans der ersten Stunde werden in „Masked Betrayer“ auch den Song von der ersten EP erkannt haben. Und so faucht Fernanda giftig, in „Hostages“ schmeißen dann auch beide heftig ihre langen Zotteln und das Publikum ist begeistert, klatscht ordentlich in den übersichtlichen Pausen und freut sich natürlich auch grölend über die warmen „schön in Bochum zu sein“-Worte.

„Schön, dass ihr gekommen seid, das ist Metal“, so Fernanda mit einem weiteren Dankeschön, doch leider kündigt sie mit „Into Moshpit“ auch gleich schon den letzten Song an, wobei man hier nicht nur wiederholt mit der Powerfaust in den Nebel stechen kann, sondern gleich auch mal lauthals beim Refrain einstimmen darf. Gelungener Auftakt allemal, Schade nur, dass die Vinylscheibe des aktuellen Album hier schon ausverkauft ist – da wird hoffentlich für die anderen Fans noch nachgeliefert.

Setlist:

Hypocrisy
Arrogance
Death
Surrounded By Serpents
Intolerance Means War
Masked Betrayer
Hostages
Theory Of Conspiracy
Into Moshpit

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