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Denial Of God, Evil Spirit, Black Horizonz im Konzert (Oberhausen, Februar 2013)

Verrucht und gottlos – aber glücklich

De Kamener Black Horizonz eröffnen den Abend

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Irgendwie war es gar nicht anders zu erwarten: Denial Of God sind nicht gerade häufig irgendwo live zu erhaschen, und wenn sie schon einmal eine kleine Minitour einlegen, dann steht auch ein Halt in der Oberhausener Helvete auf dem Programm. Wenig überraschend, dass dabei einmal mehr die Jungs von Unholy Metal Mayhem die diabolischen Krallen im Spiel haben, die am Ende mit der Besucherzahl von etwas mehr als 120 zahlenden Gästen zufrieden sind und „gottlob“ nicht draufzahlen müssen. Doch nicht nur die dänischen Blackheads, sondern auch die Berliner Evil Spirit sowie das Kamener Krachkommando Black Horizonz sorgen für einen unterhaltsamen Abend, wenn man bei Black-Metal-Konzerten denn von unterhaltsam reden darf. Ein „Wieso“ steht da im Raum? Natürlich, denn häufig kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass eher Ignoranz gepflegt als freudige Konzertluft geschnuppert wird.

Black Horizonz

Vor noch übersichtlichem Publikum heißt es dann für die Kamener Black Horizonz, die Bühne zu entern, die heute auf ihren etatmäßigen Bassisten Reiner verzichten müssen, dafür aber auf die Hilfe von Svartis (Nordafrost, Insignium) setzten können, der sich in kürzester Zeit das Material draufgeschafft hat.

Geboten wird eiskalter Black Metal, der natürlich von seinen rasenden Riffs lebt, doch die Truppe baut auch mehr als reichlich schleppende Parts ein, die den Sound schön abwechslungsreich gestalten. Und wenn schon in wenigen Wochen das neue Album „Koma“ ansteht, dann kann man doch auch den einen oder anderen Song einem Livetest unterziehen, wobei sie gleich dabei mit „Sin Command“ starten. Black Horizonz setzen nicht auf banale Ansagen, verbinden die Songs immer wieder mit vom Band abgespielten Intros, was den Fans nur wenige Gelegenheiten bietet, mit entsprechendem Applaus der Leistung auf der Bühne auch Anerkennung zu zollen.

Einmal blackmetallisch eingegroovt, stört dann auch nicht, dass einer der beiden Gitarristen sich gegen Ende von „Architecture Of A New Existence“ mit einem Kabeldefekt herumplagen muss, was er mit einem Sprint in den Backstagebereich und einer ummantelten Kupferneuversorgung allerdings schnell wieder retten kann. Und während viele Bands bei solch einer Gelegenheit immer wieder unangenehme Pausen aufkommen lassen, zocken Black Horizonz einfach weiter und bleiben im Fluss.

Nach und nach wird es doch voller, bis an die Bühne heran „trauen“ sich die Anwesenden aber doch nicht, lediglich als zum Schluss das Mayhem-Cover „Freezing Moon“ – Unholy Metal Mayhem lässt grüßen – aus den Boxen dröhnt, steigt die Stimmungskurve dann doch noch deutlich nach oben. Zu meckern gibt es hier nichts, wenn man das häufige Stroboskopblitzen einmal ausklammert.

Setlist:

Sin Command
Architecture Of Silence
Roots Beyond
Krura
Closing The Triangle
Kvltpropaganda
Purifying Onset of Winter
Freezing Moon (Mayhem-Cover)

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