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Delirious & Menerra im Konzert (Hamm, April 2017)

Show für lau im Irish Pup Corner Inn

Menerra bekommen keine Chance vom Thrash-Publikum

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Ihr 25jähriges Jubiläum haben die Thrasher Delirious aus Hamm schon längst hinter sich, folglich wird der Flyer noch mit einem „und ein bisschen mehr“ auf korrekten Kurs gebracht – man feiert eben die Feste, wie sie fallen. Recht kurzfristig sind nun auch Menerra mit an Bord, die den Abend im Corner Inn eröffnen. By the way: Das Corner Inn ist ein Irish Pub in Hamm, der Billardtisch wurde im rückwärtigen Raum einfach weggeschoben und eine eigentliche Bühne ist gar nicht vorgesehen, wodurch man durchaus auch vom Proberaum-Feeling mit Baranschluss sprechen kann.

Menerra

Heute sind alle auf Thrash Metal eingestellt, deswegen hält sich das Interesse bei den Deathern Menerra sehr in Grenzen und wird erst gegen Ende der Show etwas besser, trotzdem ist es eher frustrierend, wenn man beim Gros der Anwesenden kein Bein auf den Boden bekommen kann. Irgendwann später macht Frontmann Sven deutlich, dass ihnen das eigentlich auch ganz egal ist, Hauptsache sie können eben spielen und vielleicht den einen oder anderen doch von sich überzeugen.

Eine Handvoll ist dabei nicht abgeneigt, auch anschließend am Merchtisch zuzugreifen, doch allein Menerra spielen da nicht mit und haben sich zügig nach ihrem Part schon verabschiedet, ganz im Gegensatz noch zur Ansage mitten im Set, wo sie darauf verweisen, dass man doch gleich noch ein Bierchen gemeinsam trinken könne...nun, so steht dich die Truppe aus Soest eben selbst ein bisschen auf den Füßen.

Der Sound heute Abend ist überraschend gut, auch wenn die technische Ausrüstung eher spartanisch ist. Davon können dann aber auch Menerra profitieren, ballern bei nur mäßigem Nebeleinsatz fast ausschließlich neue Songs in die Runde und streifen mit „Take Care“, der dann auch mit einem „nächster Song erst, wenn alle auch wieder Getränke haben“ eingeleitet wird, mittendrin allemal einmal die Demophase von 2006. Sven, der immer wieder vor den Monitoren die Nähe zu den Gästen sucht, lässt live keine wirklichen Growl-Schwächen erkennen, seine Mitstreiter sorgen für ein tief gestimmtes Grundgerüst und transpirieren heftig bei voller Mattenschwingerei.

Der Applaus bleibt übersichtlich, auch ein „da könnt ihr ruhig headbangen“ vor „War“ bleibt eher ungehört, Menerra aber lassen sich nicht beirren, bedanken sich nochmals im Rausschmeißer „Bloody Sky“ und dürfen ganz am Ende dann doch ein bisschen mehr Applaus einheimsen. Beim nächsten Mal sollten sie dann aber nicht nur einen Merchstand, sondern auch neues Material auf Tonträgern dabei haben...

Setlist:

World Coming Down
Fear
Death In Fire
Take Care
Despair In Darkness
Sturmtag
War
Bloody Sky

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