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Deez Nuts & Fighting Chance im Konzert (Lünen, Juli 2015)

Kleiner Club mit großer Wirkung

Viel Testosteron bei Fighting Chance

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200 passen rein, und die sind auch da... was am Ende auch nicht wirklich verwundert, wenn Deez Nuts in Lünen in Das Greif aufspielen. Die recht aktive Hardcore-Szene ist da schon verlässlich, insofern können Stefan von FUA Industries und das Team rund um Das Greif mit Cheffe Bob solch ein Wagnis eingehen und eben Bands wie die zur lebenden Legende mutierten Hardcore-Hip-Hopper aus Melbourne einladen. Als Support sind dann auch die lokalen Fighting Chance dabei, die sich schon früh einem gut gefüllten Club stellen müssen. Zu guter Letzt ist es dann auch immer wieder eine komplett neue Erfahrung als The-Pit.de-Abgesandter, als Metaller unter Hardcore-Freaks, denn die Szenemechanismen unterscheiden sich in einigen Punkten dann doch schon sehr deutlich – the loneliness of a metalhead in a short distance hardcoreshow.

Fighting Chance

Halbvoll der Laden, respektvoller Abstand zur Bühne, eher erst einmal die Arme verschränken und schauen, was da auf einen zukommt – erstaunlich, wie sich doch die Subszenen ähneln, wenn es darum geht, der Supportband eine Chance zu geben. Skepsis allerortens, immer wieder frei nach dem „Kenn ich nicht, hör ich nicht“-Prinzip. Nein, ganz so schwarz wollen wir Das Greif-Tattoo dann doch nicht zeichnen, denn gute 80 bis 90 Nasen lassen sich dann trotzdem im Club blicken und es dauert auch nicht lange, bis zumindest ein paar zustimmende kopfnickende Bewegungen im Publikum zu vernehmen sind.

Derweil reißt sich auf der Bühne mit Fighting Chance eine Band den Allerwertesten auf, sodass schon schnell der testosterongetränkte Schweiß durch die Kimme blubbert, vor allem Bassist Malte, der ja auch bei May The Force Be With You den Tieftöner malträtiert, sorgt hier mit High Kicks und Sprüngen für beste Unterhaltung, besonders aber dann, wenn er voller Aggression regelrecht ins Mikro rotzt. Und wenn wir hier schon MTFBWY auf den Plan rufen, dann darf da Drummer Theo nicht vergessen werden, der ansonsten ja eher ins Mikro brüllt.

„Wir sind Fighting Chance aus Dortmund, kommt näher“, brüllt Fabian nach dem ersten Doppelpack „Solitude“ sowie „Eighty & Broke(n)“ heraus, doch näher kommen die Leute noch nicht, klatschen aber beim folgenden „Interlude“ wenigstens mit. „Lünen, schön, dass schon so viele hier sind, bei dem schönen Wetter draußen“, so das erste Dankeschön. Malte steht seinem Frontmann in nichts nach, fordert das Publikum ebenfalls zu mehr Aktivität auf, ein paar erste Kerle lassen auch schon die Muskeln zucken, mehr aber noch nicht, zwei-, dreimal scheint es, dass endlich wenigstens ein kleiner Moshpit zündet, es bleibt dann aber dabei.

Bei „Obey“ nimmt dann Fabian die Geschicke selbst in die Hand, stiefelt vor die Bühne und zettelt kurzerhand selbst einen kleinen Moshpit an, muss dann aber schnell wieder zurück, um seine Rolle als Shouter weiter auszufüllen. War der Kerl am Anfang der Show noch ein wenig zurückhaltend, so steigert er sich immer mehr in seiner Rolle als Anheizer, fordert die Menge auf, gleich bei Deez Nuts auszurasten und vergisst auch nicht das Dankeschön der Band an die Organisatoren des Abends. „Lünen, eure Chance, beim letzten Song aggressiv zu sein“, stachelt Fabian ein letztes Mal auf, der gute Applaus für „Jungle Drums“ muss allerdings reichen.

Setlist:

Intro
Solitude
Eighty & Broke(n)
Interlude
We Own The Night
Obey
New Dive
Lionheart
No Rest
Jungle Drums

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