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Decapitated, Aborted, Fleshgod Apocalypse, Cyanide Serenity im Konzert (Essen, November 2011)

Ein Herz in Feuer und Flammen wird meistens mit Wasser und Blut gelöscht - oder mit Todesstahl

Cyanide Serenity müssen sich durchbeißen

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Krach, Gemetzel und infernalische Blast-Beats, dazu knapp 150 Fans, die sich in grindigster Todeslaune in einem ohrgastischem Aggro-Genuss suhlen. Gleich beim ersten Tourstopp können vor allem Aborted abräumen, dicht gefolgt von Decapitated und Fleshgod Apocalypse, die die beiden anderen Bands Cyanide Serenity und Archspire (nur Fotos hier) auf die Plätze verweisen.

Cyanide Serenity

Lediglich eine kurze Umbaupause muss reichen, um die verteufelte Gitarrenfrickelei Archspires aus den Gehörgängen zu spülen. Die Briten haben da allerdings auch etwas Passendes eingepackt und kredenzen einen deutlich Groove orientierteren Tech Death. Fanden Archspire schon fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit, zumindest ohne Beteiligung der Anwesenden statt, so scheint die Neugierde auf Cyanide Serenity doch ein wenig größer zu sein, denn mittlerweile tummeln sich gute 80 Nasen im Club und zumindest einige Brutalanhänger finden den Mut zur Annäherung an die Bühne. 

Nur wenigen dürfte die Debüt-EP „Consume Me“ wirklich bekannt sein, viel zu verhalten sind dementsprechend die Fans, spenden allerdings nach „Martyr“ schon ansprechenden Applaus. Fronter Travis, der mit seiner ständigen Prominenz eher punktet als mit seinem etwas zu eintönigen Gesang – auf CD verfeinert eine nicht zu unterschätzende wahnsinnige Hysteriestimmung die Songs – er lässt aber auch nichts unversucht, die Metalheads zum Feiern zu bringen. „Come on, ich will euch headbangen sehen“, „Macht mal ein bisschen Krach“, so und so ähnlich heißt es auf- und herausfordernd vom Bühnenrand, doch der Samen des Chaos geht nicht auf. Erst bei „Spleen“ schubsen sich drei Gesellen offensichtlich angeheitert herum und scheinen die Musik als Grund und nicht als stimulierendes Medium zu nutzen.

„Kauft unser Merch", so die Aufforderung, als Erbe fallen wenigstens drei Schädel schüttelnde Kerle in der ersten Reihe an – „Believe In the Sun“ bietet aber auch einen tollen Soundtrack dazu. Dann ist aber auch schon Schluss – kurze Spielzeit, gute Leistung, wenig Resonanz, das bringt es auf den Punkt. Über etwas mehr als Höflichkeitsapplaus kommen sie nicht hinaus.

Setlist:

  • Consume Me
  • Martyr
  • Dethrone
  • System Failure
  • Believe In The Sun
  • Spleen
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