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Debauchery, Tombstone, Gods Will Be Done im Konzert (Essen, März 2013)

Brünstiger Blutrausch im Turock

Gods Will Be Done müssen als Erstes ran

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Schon vor zwei Tagen war das Turock in Essen proppevoll mit Death-Metal-Fans gefüllt, als nämlich Hypocrisy hier ihre Visitenkarte abgaben. Heute wird dagegen zwar auch mit Death Metal auf Kundenfang gegangen, doch Debauchery sind da in einem ganz anderen Bereich - den Spötter auch ganz gerne mal „Stumpf-Death-Metal“ nennen – aber anscheinend auch erfolgreich unterwegs, ist heute der Laden doch wieder randvoll (ja, auch mit Alk abgefüllt) mit Fans – nicht ausverkauft, aber auch gar nicht wo weit entfernt davon. Neben Tombstone haben nun als Opener

Gods Will Be Done

aus Paderborn die Ehre, den heutigen Abend einzuleiten, wobei sie auch schon früh auf eine stattliche Anzahl an Fans blicken können – nicht ganz so prall wie vorgestern, aber auch nicht zu verachten.

Undergroundfreaks werden mit den Thrashern vertraut sein, das Gros aber hat noch oder schon wieder keinen Schimmer, wer das zum Quartett geschrumpfte Team dort oben überhaupt ist – und so sehen dann auch weitestgehend die Reaktionen aus. Also kurz der Reihe nach: 2005 gegründet und aus der Band Greed hervorgegangen, hatten sie seinerzeit 2006 mit der Demo „Gods Will Be Done“ erste lokale Aufmerksamkeit erhaschen können. 2009 folgte dann das Debüt „The Book Of Blood“, danach erst einmal die große Flaute. Aktuell stehen sie wohl in Verhandlung mit einem Label, um endlich eine neue Scheibe herauszubringen; Anfang Juli soll es dann endlich geschehen, so lässt es zumindest Frontmann Gulle wissen.

Egal – denn live bieten sie eine schöne Mischung aus den ersten beiden Veröffentlichungen und neuem Material, wobei sie neben aller rasenden Thrasherei auch mit ordentlich fettem Groove punkten können. Wie sehr die Paderborner aber um ihr Publikum kämpfen müssen, merkt man allein schon daran, dass Gulle gleich zweimal zu Lärm für Debauchery auffordern muss, um wenigstens ein bisschen Feedback zu erhalten – es hält sich halt in Grenzen.

Mit „In Nomine Dei“ können sie dann zumindest einen kleinen Erfolg verbuchen. Zwar verpufft der Applaus recht schnell, aber zahlreiche Fans zucken mit der Pommesgabel und streifen einen Teil ihrer Lethargie ab. Bei „I Came To Die“ sind dann endlich auch die ersten Headbanger in Bewegung. „Letztes Stück zum Ausrasten“, so dann noch ein weiterer Versuch Gulles, das Publikum zum Mitmachen anzustiften – dieses lässt dann wenigstens einige Matten kreisen und sich zu vereinzelten Zugabe-Rufen hinreißen. Doch noch mal die Kurve bekommen – „Cheers Motherfucker“, wie Gulle zwischendurch passend kommentiert.

Setlist:

High On Hate
The Mark Of Cain
Atheist = Heretic
Democracy Is Dead
In Nomine Dei
I Came To Die
Apex Predator
False Prophet

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