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Deadlock, Hopelezz im Konzert (Dortmund, Oktober 2013)

Klein und fein bei sehr guter Stimmung

Deadlock heizen ordentlich ein

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Deadlock

Bei den süddeutschen Deadlock wird es dann doch noch ein bisschen voller, vielleicht siebzig bis achtzig Fans haben dann doch noch den Weg ins FZW gefunden. „Natürlich würden wir uns über mehr Leute freuen“, so kurz nach dem Konzert Frontmann John, aber er weiß durchaus zu schätzen, wie sehr es in Dortmund Spaß gemacht hat, die Bühne zu rocken, denn die Fans waren bis auf eine kleine Ausnahme durchweg bereit, mitzufeiern und Krach zu machen, als wären es deutlich mehr Leute – besser wenige, die heftig feiern, als hunderte, die einfach nur herumstehen, so das Credo der Band.

Und Deadlock setzen einfach alles dran, um die Feierkurve steil nach oben zu hieven, gerade Sänger John ist ständig damit beschäftigt, die Fans einzubinden und aufzufordern, mitzumachen. Da wird dann auch der eine oder andere mal persönlich in Augenschein und in die Pflicht genommen – erfolgreich dazu.

Eine kleine Diskussion entwickelt sich erst einmal über die musikalische Ausrichtung, spricht doch The-Pit.de-Tom in seinem Review zu aktuellen Scheibe „The Arsonist“ über Melodic Death Metal bzw. Modern Metal, vergisst aber dabei zu erwähnen, dass sich auch ein bisschen Core im Sound mit einmischt. „Nein, bloss nicht“, so John am Merchstand – natürlich nicht, das böse Wort ist ein wenig verpönt, aber live können Deadlock das nicht abstreiten, vielleicht mit dem Hinweis „Fear Factory vor zehn Jahren“ abfedern.

Egal, die Anwesenden wissen zu feiern; ein Fan sticht dabei besonders ins Auge, der die komplette Show hinweg alle Songs komplett mitsingen kann, sich dabei frontal vor der Bühne postiert und nur bei dem von Sabine hingereichten Mikrofon einen schüchternen Rückzieher macht. „Macht alle mit, das ist unser gemeinsamer Abend“, so John vor „Earthlings“, aber wie schon erwähnt ist er ständig dabei, die Fans anzufeuern – wundervolle Wechselwirkung, wird die Band doch auch von den Fans sichtbar angestachelt. Dabei wird auch das ganze Mitmachprogramm abgerufen: Mitspringen, Mitklatschen, Powerfäuste, bereitwillig lassen sich die Fans darauf ein, besonders beim Stinkefinger für das Miese aus 2013 wie z.B. Rechtsradikale & Co.

Einen Ausreißer nach unten muss man aber auch erwähnen, denn bei der Balladennummer „Hurt“ nutzen die Fans die Zeit auch ein wenig zum Rauchen gehen oder Bierbecher auffüllen lassen – die Reihen vorne lichten sich also erst einmal für die Nummer, füllen sich aber beim anschließenden „Dark Cell“ schnell wieder auf. Klar, dass sie heute hier nicht ohne Zugabe gehen können, was sie nur zu bereitwillig erfüllen. Eine Rauchpause später stehen sie dann auch komplett am Merchstand zum Plaudern bereit. Den Spruch des Tages aber lieferte John noch innerhalb der Show: „Das Einzige, was man beim Metal ernst nehmen sollte, ist die Musik, und nicht sich selbst“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Setlist:

Intro
The Great Pretender
The Brave/ Agony Applause
Dead City Sleepers
Earthlings
The Arsonist
Code Of Honor
I’m Gone
Renegade
Hurt
Dark Cell
End Begins
--------------
Small Town Boy (Bronski-Beat-Cover)
Awakened By Sirens

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend