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Deadlock, But We Try It, Lolapaloosa im Konzert (Köln, Februar 2011)

In der “Bizarro World” ist (fast) alles möglich!

Sabine Weniger ist um einiges selbstbewusster geworden

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Die „Bizarro World“-Release-Tour der Grenzgänger Deadlock durch fünf deutsche Städte startete am 24.02. im Kölner Underground. Diese Tour beschreibt auch gleichzeitig ihre erste eigene Headliner-Tour.
Mit an Bord waren die Wuppertaler But We Try It und die Thüringer LolaPaLoosa. Jede Band für sich deckt ein anderes Musikgenre ab. Von Rock über Core bis hin zu Melodic Death war alles vertreten. Aber „anders sein“ ist (vor allem) bei einem Headliner wie Deadlock und in der „Bizarro World" erlaubt!

Lolapaloosa

LolaPaLoosa präsentierten ihre Mischung aus Pop-Rock mit kurzen Abstechern ins Metalcoregefilde mit Elektroparts als erste und wohl definitiv unbekannteste von den drei Bands. Die Combo besteht aus der üblichen Bandbesetzung , also zwei Gitarristen, einem Basser, einem Sänger, einer Drummerin und dazu noch aus einer Musikerin am Keybord und Saxophon.

Obwohl der Einlass sich schon etwas verspätete, spielte die Band aus Jena, Thüringen, vor sehr spärlichem Publikum. Trotz offensichtlicher Spielfreude und Bewegung auf der Bühne (insbesondere bei den Danceparts) konnte die Band die Zuschauer nicht mitreißen und wirkte leider alles andere als überzeugend. Die Musik schallte schlaff ohne Druck und Kraft aus den Boxen, was einerseits vielleicht am Sound des Undergrounds lag, aber wohl auch an der Musik an sich. Des Weiteren haben die Konzertbesucher möglicherweise härtere Musik erwartet, welche sie in der zweiten Band des Abends definitiv fanden.

But We Try It

Die Wuppertaler But We Try It konnten durchaus mehr überzeugen und kamen auch wesentlich besser beim Publikum an. Mit harten Metalcoreklängen, mit thrashigen Passagen heizte die bei Massacre Records gesignte Band den Zuschauern ordentlich ein. Die Fans wurden von der intensiven Musik mitgerissen, sodass Haare flogen und der ein oder andere Pit eröffnet wurde. Der Höhepunkt wurde beim Song „City Of Ghosts“ erreicht, als der Sanger einen Circle Pit heraufbeschwor.
But We Try It lieferten eine kraftvolle Performance ab, die Musik war passender für die Fans des heutigen Abends als die der ersten Band. Harte metallische Klänge heizten das Publikum an.

Erwähnenswert war vor allem der Sänger der Combo. Er war überragend und zeigte durch ständige Präsenz und viel Bewegung wie die gesamte Truppe eine gute bis sehr gute Bühnenshow. Trotzdem die Band sicherlich nicht allen Besuchern geläufig war, bekamen sie überwiegend positive Resonanz. Auch bei denjenigen, die die Band nicht kannten, konnten sie punkten.
Alles in allem lässt sich sagen, dass es nicht so wirkt, als wurden die Wuppertaler erst seit 2008 zusammen Musik machen. Starke Leistung!
 
Setlist:

1. The Great
2. Remember Me
3. Bloodritual
4. City Of Ghosts
5. Embracing
6. Gift & Curse
7. Forsaken

Deadlock

Deadlock waren sicherlich gespannt und freudig erregt aufgrund ihrer ersten eigenen Tour, on stage wirkten sie jedoch abgebrüht wie immer. Mit Ersatzschlagzeuger Norman Lonhard von Triptykon, der Stammschlagzeuger Tobias Graf ersetzte und nur wenige Verspieler hatte, präsentierten sie sich in Topform.
Die Bühne enterten die sechs Musiker mutig mit einem neuen Song, „Brutal Romance“; dies kann gewagt sein, da dieser noch weitgehend unbekannt ist, doch in diesem Fall schlägt der Song gut an. Im Weiteren Verlauf des Sets spielen Deadlock noch sechs andere neue Lieder von „Bizarro World“, bei nur sechs „alten“ Songs. Dies sind zwar sehr viele neue Stücke, doch immerhin handelte es sich hier auch um eine CD- Release-Tour, dies wird sich auch die Band im Vorfeld überlegt haben.

Highlights des Abends waren definitiv die Songs „Code Of Honor“ und „End Begins“ von „Wolves“, die, auf Grund des hohen Bekanntheitsgrades, besonders laut mitgesungen wurden. Weitere Meilensteine des Sets waren aber auch neue Songs, wie „Renegade“, der dank Elektro- Refrain für besonders viel Party sorgte, das Lied „State Of Decay“, sowie die Ballade „Paranoia Extravaganza“. Beide zuletzt genannten haben nur weiblichen Gesang, hier präsentierte Sängerin Sabine ihre Stimme, die auch live auf der Bühne sehr klar und kraftvoll ist. Eine starke Gesangsleistung!

Gut war ebenfalls die Interaktion mit dem Publikum, insbesondere fielen hier die Ansagen von der Sängerin auf, sie wirkt nun selbstbewusster und redet mit kräftigerer Stimme als noch bei früheren Konzerten.
Nach dem Gig stand die Band am Merchandise-Stand gerne für Fotos bereit und signierte CDs oder anderes.

Setlist:

1. Brutal Romance
2. Code Of Honor
3. Virus Jones
4. The Brave / Agony Applause
5. Earthlings
6. Renegade
7. State Of Decay
8. Paranoia Extravaganza
9. Dark Cell
10. Falling Skywards
11. End Begins
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12. Martyr To Science
13. Awakened By Sirens

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