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Dead Lord, Night Viper & Lizzies im Konzert (Essen, Oktober 2016)

...von Aerobic bis Spiellaune...

WasWas für ein Old-School-Package, was da an diesem Mittwochabend im Turock gastiert. Mit der All-Girl-Truppe Lizzies und den Female-Fronted-Schweden Night Viper sind auch zwei Tourneulinge am Start, für Dead Lord wird es wohl die Abschiedstour sein, bevor sie sich dann erst einmal um das nächste Album kümmern werden.

Lizzies

Pünktlich um 19:30 starten die Spanierinnen Lizzies, was dann auch gleich zum ersten Ärger führt, beschweren sich doch viele Fans gleich mal darüber, dass überall, so z.B. auf den Eintrittskarten, 20 Uhr als Startschuss vorgegeben war. Somit verpassen viele den Opener oder kommen erst kurz vor Toresschluss an, schade auch, dass die heutige Setlist um die beiden Nummern „Night In Tokyo“ und „Russian Roulette“ gekürzt ist.

Die Spielfreude der vier Mädels ist aber nicht zu übersehen, Fronterin und Hungerhaken Elena, mit schneidender Stimme ausgestattet und als Lee Aaron in jungen Jahren mit kurzen Haaren durchgehend, hüpft wie beim Aerobic-Videodreh dauerhaft in ihrem eng anliegenden, körperbetonten Catsuit über die Bühne, sodass gleich ein paar Herrschaften ihren schmachtenden Blick nicht abwenden können. Spätestens, als sie sich ihrer Jacke entledigt, dürfte es bei einigen Herren dann doch zum schwachen Geschlecht reichen.

„Wir sind auf Tour mit Night Viper und den richtig geilen Dead Lord“, so Elena mit leicht vor Freude überschnappender Stimme nach dem ersten Doppelpack „Fuck You“ und „666 Miles“, was ihr dann gleich auch mal ein paar Sympathiepunkte mehr einbringt. Der Saal füllt sich endlich so langsam, mit der beherzt fragenden Aussage „Habt ihr eine tolle Zeit?“ geht es dann gleich auch weiter mit dem „unanständigen" „One Night Woman“, nur um mit einem „Habt ihr Bock zu rocken?“ standardmäßig den Achtziger-Jahre-Spirit zu untermalen.

Das Mädels-Quartett, welches sich übrigens nach einer Straßengang aus dem Film „The Warriors“ den Namen Lizzies verpasste und heute auch mit einem eher durchschnittlichen Sound zurechtkommen muss, versteift sich auf das im April veröffentlichte Debütalbum „Good Luck“, nur mit dem MC5-Cover „Kick Out The Jams“ hauen sie eine für die Fans ungeplante Nummer raus – hier hatte vielleicht die eine oder der andere auf die „Doctor, Doctor“-Version, die auf der „Viper“-7“ zu finden ist, gehofft. Aber auch so räumen die Mädels immer mehr ab, zahlreiche Powerfäuste und ein paar kurze, allerdings kaum zündende Whoohoo-Mitsingspiele zu „Speed On The Road“ lassen die anfängliche Reserviertheit schnell vergessen. „Vielen Dank, ich liebe euch“, haut Elena noch in die Runde und zack, da liegen sie wie vorhin schon alle zum Finale auf dem Bühnenboden und grienen über alle Wangen.

Setlist:

Fuck You
666 Miles
Phoenix
Mirror Maze
One Night Woman
8 Ball
Kick Out The Jams (MC5-Cover)
Viper
Speed On The Road

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