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Das Ich, Rotersand im Konzert (Bochum, Februar 2011)

Die Matrix feiert mit Rotersand und Das Ich das elfte Jahr des EOD

Richtig gut gelaunt: Bruno Kramm

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Elf Jahre schwarz, elf Jahre EOD gilt es heute in der Matrix in Bochum zu feiern. Dafür hat sich die Matrix auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Gleich zwei Größen der Electro-Gothic Szene warten heute auf. So ist es auch nicht verwunderlich, dass trotz verfrühtem Beginn, schon kurz vor 20 Uhr, die ersten Matrix-Gänger vor den Eingängen warten. Zum Glück hat das Wetter ein Einsehen und es fieselt nur noch wenig, so dass all die kunstvollen Frisuren nicht zerstört werden. Das wäre ja auch schade.
Pünktlich um 20 Uhr lassen die Türöffner die wartende Schlange hinein, die sich mittlerweile derart auf dem Real-Parkplatz verteilt hat, dass der Verkehr geregelt werden muss.

Das Ich

Angekommen in der Halle sind die ersten Reihen schnell belegt und der Blick auf die Bühne verrät, dass Das Ich heute Abend starten wird. Die Band, die schon 23 Jahre aktiv ist, lässt aber auf sich warten. Da die Musik jedoch gut ist, die die Ohren der Wartenden vorab verwöhnt, lässt das die Menge kalt. Elf Jahre Matrix, das ist heute wirklich in aller Munde, es werden Geschichten ausgetauscht: „Weißt du noch….“ und vorherige Partys, wie die letzte Halloween-Party, werden wieder zu neuem Leben entfacht.

Endlich betritt Bruno die Bühne, huscht in seinem weiten Umhang schnell zur Box, um eine Kamera festzukleben, nimmt Platz hinter seinem Keyboard und die Show beginnt. Stefan betritt springenderweise die Bühne und die ersten Takte von „Kannibale“ sind zu hören. Bekleidet nur in einer roten Hose und schwarzen Gymnastikschuhen, bemalt wie ein Skelett, wird direkt seine absolut grandiose Laune deutlich. Diese springt auch sofort über. Das Ich haben sicherlich noch viel mehr zu erzählen von den Jahren von 1998 bis heute und scherzend erwähnt Stefan auch bald, dass das Publikum doch sehr jung sei. Den Song „Des Satans Neue Kleider“ haben sie geschrieben, als der Großteil des Publikums nicht einmal geboren war.

Das alles ändert aber nichts an der herrschenden Stimmung. Das Ich wird gefeiert, Das Ich feiert sich. An manchen Stellen hat man gar das Gefühl, dass selbst die Bassboxen heute mitfeiern wollen, so sehr sind diese aufgedreht, dass mancher Satz im Dröhnen versinkt. Dass für Bewegung auf der Bühne nicht unbedingt zwei Gitarristen benötigt werden, zeigen die beiden Keyboarder. Es gibt vermutlich wenige Keyboards, die dermaßen über die Bühne gewirbelt werden wie an diesem Abend. Es fehlt bei dem Auftritt wirklich an nichts: Die Stimmung ist genial, die Show ist super, der Witz und der Funke von Stefan springen bis in die letzte Reihe. Und auch an Hits wird nicht gespart, von „Kannibale“, über „Gott Ist Tot“, „Des Satans Neue Kleider“ und natürlich auch „Das Destillat“ ist alles dabei. Was aber definitiv zu kurz kommt, ist die Länge der Show. Aber Das Ich wäre nicht Das Ich, wenn sie nicht auch aus dem Abgang etwas Großes machen würden. Bruno tritt kurzerhand nach hinten und kommt wieder mit der Nachricht, dass sie noch zwei Songs spielen dürften: Einen regulären und eine Zugabe - gesagt, getan. Nach dem regulären Song schicken sie sich tatsächlich an, nach hinten zu gehen und geben dem Publikum noch den Hinweis: „Ihr müsst nun Zugabe rufen!“ Herrlich, so nehmen sie auch dieses vollkommen auf die Schippe. Das Publikum tut, wie es soll, und sie kehren zurück. Mit „Das Destillat“ verabschieden sie sich aber nun tatsächlich und die 75 Minuten sind nun doch allen viel zu kurz gewesen.

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