Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Darkness & Traitor im Konzert (Essen, Oktober 2018)

Ausverkauftes Café Nord im „Erste-Klasse-Gewalt“-Fieber

Darkness-Frontmann Lee peitscht ständig ein

Zum Thema

Darkness

Der rote Teppich ist ausgerollt, Drummer Lacky hat das selbst und höchstpersönlich erledigt, unter den kritischen Blicken von Gitarrist Arnd und Frontmann Lee. „First Class Violence“, so der Titel des neuen und mittlerweile fünften Studioalbums der Altenessener, für alle die, die heute feiern wollen und dafür das Café Nord ausverkaufen. Und nicht nur das, zahlreiche Fans stehen noch vor der Tür und kommen nicht mehr rein – keine Tickets, kein Platz und eh kaum noch Sauerstoff in der Kneipensauna.

Das Gedrängel vor der Minibühne ist groß, die beiden Securitys, die mitten im Tumult stehen und den Mob von den Boxenstangen fernhalten wollen, schauen mürrisch, denn schon beim Opener „Low Velocity Bloodspatter“ tobt der Moshpit und schiebt dabei gewaltig nach vorn. Schnell greift da ein dritter Sicherheitsmann ins Geschehen ein, verknappt den Raum vor der kleinen Bühne noch ein bisschen mehr und denkt sich, 'wenn schon „First Class Violence“, dann misch ich da mit' und droht einem slammenden Fan mit Rausschmiss. „Ist doch kein First Class Samba“, mischen sich andere Fans ein, Frontmann Lee erkennt die Situation und sorgt mit einer mäßigenden Ansage dafür, dass sich die Gemüter auf beiden Seiten wieder ein bisschen beruhigen.

Schon des öfteren mussten Bands Lehrgeld bezahlen, wenn sie das neue Album zum Veröffentlichungsdatum komplett spielen, doch Darkness brauchen heute nicht befürchten, dass sie in ein „kennen die Songs doch nicht“-Loch fallen, viel zu sehr sind die Fans auf Release-Party eingestellt. „Vor zwei Jahren...“, schwelgt Lee in der Vergangenheit und erzählt von der „The Gasoline Solution“-Release-Show noch vor kleiner 100-Personen-Schar im eigenen Proberaum, heute eben vor 300 Fans. Einige gehören auch zum Familienkreis, im hinteren Tischbereich markiert ein rotweiße Kette den VIP-Bereich, die ersten stehen schon auf der Bank oder auf dem Tisch, um wenigstens einmal einen Blick auf die Bühne werfen zu können.

„Noch Energie?“, will Lee früh vor „See You On The Bodyfarm“ wissen – von wirklichen Ermüdungserscheinungen ist aber noch nichts zu spüren, lediglich die wegen der Luftknappheit in Richtung Raucherbereich einsetzenden Wanderungen nehmen deutlich zu, kurz ein Dankeschön für schon immerhin 25000 Views zum Videoclip des Titeltracks „First Class Violence“, dazu ein anstachelndes „geht noch was?“ zu „I Betray“, fertig ist der aggressive Drops zum Plattenauftakt gelutscht.

Auch wenn die Stimmung bisher prima und ausgelassen ist, war es dann doch nur ein „warm machen“, denn die große Eskalation findet eher im Zugabenteil statt – ein paar Klassiker, mit Sprechchören gefeiert, sorgen für den amtlichen Ellenbogenstoßaustausch, fette Zugaberufe leiten die Verlängerung der spaßigen Zusammenkunft ein, Coverkünstler Timo wird kurz auf die Bühne geholt und geehrt, mit „Death Squad“ das ganz große Geballer gezündet... was will man mehr, als sich erschöpft über das Bierglas lehnen, am Merch einkaufen und auch noch das eine oder andere Erinnerungsfoto erbetteln. Glückliche Thrashheads, wie sie da aus dem Nord nach Hause wanken.

Setlist:

Intro Prelude In E
Low Velocity Bloodspatter
Neoprimitive
Hate Is My Engine
See You On The Bodyfarm
Zeutan
The Autocrazy (Autocracy) Club
Born Dead
First Class Violence
I Betray
Outro
--------------------
They Need A War
Death Squad
--------------------
Iron Force
Armageddon

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Grandioser Konzertabend, an dem keine Wünsche offen bleiben können

Schritt für Schritt zu einem erfolgreichen Abend

„Singen ist Sport, egal was für einen Stil, da machen wir uns nichts vor...“