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Darkness & Traitor im Konzert (Essen, Oktober 2018)

Ausverkauftes Café Nord im „Erste-Klasse-Gewalt“-Fieber

Traitor heizen als Opener schon gut ein

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Soundcheck fertig? Das neue Merch aufgebaut? Alle instruiert? Die an der Theke wissen auch Bescheid? Und an der Kasse ist auch alles geregelt? Sold out, oder? Nun, nur noch den roten Teppich ausrollen, „First Class Violence“ mit Stil halt, da kann man im Café Nord nicht meckern, zumal mit Traitor auch eines der heißen heimischen Thrasheisen die Supportrolle übernimmt.

Traitor

Mit ordentlichen Vorschusslorbeeren gehen heute Traitor ins Rennen: Zum einen wäre da die Show beim Rock Hard Festival, zum anderen meinte schon Darkness-Lacky den ganzen Tag, dass die Süddeutschen mit zu den besten Nachwuchs-Thrash-Bands des Landes gehören würden. Und wenn man sich das Gedränge vor der kleinen Bühne so anschaut, dann könnte man glatt den Eindruck haben, dass die obigen Behauptungen nicht zu widerlegen sind.

Schwungvoll starten die Thrash-Jungspunde auch gleich mit einem Doppelpack vom aktuellen Album „Knee-Deep In The Dead“, die Fans vorne schieben mächtig, sodass die beiden Boxenstangen recht und links vor der Bühne ordentlich schwanken, und die Aussicht, dass schon bei „Crucifiction“ ein erster Moshpit durch den Raum fegt, stimmt doch bei aller gewaltfreien Aggression perfekt auf einen thrashigen Abend ein.

Allein: Es fehlt der Truppe halt an Animation... sprich: Wenn Drummer Andreas hinter seinem Kit hockt, kann er für seine Gesangsparts halt nicht vorne am Bühnenrand Präsenz zeigen. Und so geht eben auch einiges an Energie verloren, sodass die hinteren Reihen, die wegen der Bauweise im Nord keinen Blick auf die Bühne werfen können, leer ausgehen. Natürlich, zahlreiche Hey-Rufe wie in dem neuen Song „Ebola“ heben den Partyfaktor durchaus an, doch wenn mal eine Ansage aus den Boxen dröhnt, ist sie ausschließlich vorn zu verstehen, ab dem ersten Drittel des Ladens verpuffen die balingschen Bemühungen dann doch recht wirkungslos.

Nach und nach tobt sich bei der Affenhitze auch das Publikum ein bisschen müde; sind es zu Beginn des Abends noch zahlreiche fliegende Matten, so legt sich im späteren Verlauf ein erster Ermattungsmantel über das Metalvolk, doch die Ramones-Zugabe „Blitzkrieg Bop“ schlägt der aufkommenden Ruhephase nochmals einen Haken, da sind dann auch die Fans in den hinteren Reihen wieder auf Kurs gebracht. Der ganz große Budenzauber ist das heute aber nicht.

Setlist:

Intro
Knee-Deep In The Dead
Crucifiction
Thrash Command
Ebola
Lords Of Lust
Mad Dictator
Teutonic Storm
Predator (Skinned Alive)
Brutal Exorcism
Traitor
F.U.A.D.
Blitzkrieg Bop (Ramones-Cover)

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