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Dark Tranquillity, Insomnium, Sabiendas im Konzert (Köln, September 2010)

Bewegende Schweden, stehende Finnen und überraschende Deutsche

Zuerst hauen Dark Tranquillity Anfang des Jahres mit „We Are The Void“ ein Album der Spitzenklasse heraus, sorgen danach für fantastische Stimmungen auf diversen Festivals wie bespielsweise dem Dong Open Air 2010, und nun im Spätsommer/ Frühherbst touren sie durch proppevolle Clubs und lassen sich weiterhin auf einer Erfolgswelle treiben. Die Finnen Insomnium sind fester Support dieser „Where Death Is Most Alive Tour 2010“, und lokale Supports, die sich per Voting den Openerposten sichern konnten, komplettieren das Billing. In Köln hatten somit die Recklinghauser Sabiendas die Möglichkeit, sich einem größeren Publikum zu stellen.

Sabiendas

Aus über 600 Bandbewerbungen für die Supportslots der „Where Death Is Most Alive Tour von Dark Tranquillity haben die Recklinghauser Death Metaller Sabiendas die Show in der Kölner Essigfabrik für sich verbuchen können. Dass sie dementsprechend mit stolzer Brust, aber ganz sicher auch mit zittrigen Knien die Bühne betraten wunderte daher nicht wirklich. Nachher am Merchstand, wo Sabiendas eine nicht unbeträchtliche Menge ihrer selbstproduzierten EP „Buried Alive“ an die Fans verscherbeln konnten, meinte Gitarristin Mrs. „Alexandra“ Carcass trocken, dass sich bei ihr kein bisschen Nervosität eingeschlichen habe. Ja sicher – sehr glaubwürdig, auch wenn Sabiendas schon gute vier Jahre an ihrer Show feilen und durch zahlreiche Underground-Konzerte die Tauglichkeit ihrer Songs zu prüfen.

Die Essigfabrik war schon zur frühen Stunde überraschend gut gefüllt, sodass gute 400 Fans sich der Sabiendasschen Soundfabrik hingeben konnten. Natürlich kannte kaum jemand die Band mitten aus dem Pott, und das riesige Backdrop Insomniums führte auch nicht zur Aufklärung.

Trotz der regelmäßigen Wechsel am Mikrofon (schließlich ist der vokale Posten erst im August 2010 mit Jan (exStarseed, ex-Yethlyreom) neu besetzt worden) hinterließen Sabiendas einen sehr positiven Eindruck. Im dichten Nebel und spärlichem Licht positionierte sich das Quintett und langte gleich mit „Necrophobia“ heftig hin. Sabiendas gestalteten ihren Sound sehr variabel, von schleppenden Passagen bis hin zu schon fast grindigen Elementen war alles vertreten, und nicht gerade wenige Köpfe nickten gefällig für die der Masse unbekannte Truppe. Mehr konnten sie aber auch nicht erwarten – so ist das halt, wenn man dem Underground entwachsen will – und dafür sind dann Schredder-Songs wie der Bandnamensgeber „Sabiendas“ musikalische herrliche Eruptionen, um im Blitzlichtgewitter und anhaltender stark verdichtender Nebelfront auf sich aufmerksam zu machen.

Das Sabiendas mit „Eternal Gloom“ sogar einen richtigen Volltreffer auch bei den Fans in der Hand hatten, konnte man dann schließlich auch an den einsetzenden Headbangbewegungen erkennen. Starker Auftritt, der allerdings nicht kaschieren konnte, dass neben einigen Posen recht viel Bewegungslosigkeit auf der Bühne das positive Gesamtergebnis ein wenig trübte. Trotzdem Daumen hoch mit fettem Sympathiebonus für diese engagierte Truppe aus Recklinghausen.

Setlist:

Necrophobia
Blood Wept Rack
Sabiendas
Buried Alive
Exhumation
Eternal Gloom

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